Nussbaum-Logo
NUSSBAUM+
Gesundheit & Medizin

Wurzeln und Rinden – ein Rückblick

Wenn sich die Natur zurückzieht, beginnt für viele Krautverliebte die Zeit des Grabens. Denn nicht umsonst heißt es: „Alles, was wirklich...
Besucher sitzen um eine Feuerschale
Foto: privat

Wenn sich die Natur zurückzieht, beginnt für viele Krautverliebte die Zeit des Grabens. Denn nicht umsonst heißt es: „Alles, was wirklich Kraft hat, wächst im Verborgenen – nämlich in der Erde“ – gemeint sind die Wurzeln.

Denn die Pflanzenkräfte haben sich in die Wurzel zurückgezogen und ruhen dort den Winter über. Sie sind der Energiespeicher der Pflanze und helfen ihr im Frühling wieder neu auszutreiben.

Aber Wurzeln können natürlich nicht nur die Pflanzen erden und ihr Energie geben! Sie tun das auch für uns Menschen!

Sie schenken uns seit Jahrhunderten Stärkung, Heilung und Halt – sie verwurzeln uns hier auf der Erde. Unsere Vorfahren wussten das. Deshalb gruben sie im Herbst nach Nachtkerzen, Beinwell, Löwenzahn, Meerrettich oder Blutwurz und setzten damit einfache, aber wirksame Hausmittel an. Diese dienten zur Stärkung in der kalten Jahreszeit, zur Hautpflege oder als Hausapotheke. Oft waren die Wurzeln die letzte Hoffnung, wenn weder Arzt noch Apotheke erreichbar waren.

Die Wurzeln der Pflanzen haben viel zu geben – man muss sie nur erkennen.

Inge Frank hat uns an diesem Nachmittag einige Vertreter nähergebracht, an die wir im Alltag oft gar nicht denken, die uns aber sehr wirkungsvoll unterstützen können und dazu sogar noch schmackhaft sind. Ein Beispiel für gesunde Wurzelkraft, das stellvertretend erwähnt werden soll, ist der Meerrettich.

In dieser Jahreszeit kann er uns helfen, einer triefenden Nase, verstopften Nebenhöhlen und einem Dicke-Kopf-Gefühl genussvoll vorzubeugen. Meerrettich putzt nachhaltig durch und desinfiziert!

Einfach nach Bedarf ein Stück der scharfen Wurzel abreiben, um Salate zu würzen oder schmackhafte und gesunde Aufstriche und Dips zuzubereiten.

Die Anwendungen der Baum- und Strauchrinden als Medizin ist fast in Vergessenheit geraten. Als Gewürz in der Küche ist wenigstens eine Rinde gut bekannt – die Zimtrinde ist eines der ältesten und beliebtesten Gewürze der Welt.

Wir waren sehr überrascht, wofür Rinden früher verwendet wurden und was damit alles möglich ist.

So wurde einst verwendet, was zur Verfügung stand. Wir können die Rinden von all jenen Bäumen und Sträuchern verwenden, deren Blätter genießbar sind. Hierzu gehören die Obstbäume und -sträucher, Birken, Buchen, Weiden, Eichen.

Die Pflanzen halten ihr Versprechen, uns Menschen zu helfen, wenn wir sie benötigen – sie lassen uns nicht im Stich – nicht einmal im Herbst und Winter!

Erscheinung
Winterbach mehr als Heimat Mitteilungsblatt
NUSSBAUM+
Ausgabe 49/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Winterbach
Kategorien
Gesundheit & Medizin
Panorama