
ENZKREIS. An Nachwuchskräften mangelt es den Feuerwehren im Enzkreis nicht. Das zeigt laut dem Bevölkerungsschutz-Team im Landratsamt der Rückblick auf das Jahr 2025. Denn neben den kreisweit 2283 Einsatzkräften, deren Anzahl in den vergangenen Jahren konstant blieb, gibt es eine sehr erfreuliche Zahl in der Jahresstatistik: Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 1020 Mitglieder und damit 100 mehr als im Vorjahr. In den Altersabteilungen fanden sich 648 Personen zusammen, bei der Feuerwehrmusik waren 77 Personen aktiv. In den Einsatzabteilungen engagieren sich 286 Frauen und in der Jugendfeuerwehr sogar 308 Mädchen.
Die Einsatzkräfte der 59 Feuerwehrabteilungen in den 28 Städten und Gemeinden im Enzkreis sind im vergangenen Jahr laut Kreisbrandmeister Carsten Sorg zu 1644 Einsätzen in den jeweiligen Gemarkungen ausgerückt. Außerdem unterstützten sie im Rahmen der Überlandhilfe in 172 Fällen in anderen Kommunen. Die Einsatzzahlen bewegen sich damit auf dem hohen Niveau der Vorjahre.
„Im Jahr 2025 haben die Feuerwehren im Enzkreis wieder eine starke Leistung abgeliefert und unter Beweis gestellt, wie leistungsfähig sie sind“, so die Bilanz der Ersten Landesbeamtin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt, in deren Dezernat auch das Sachgebiet Bevölkerungsschutz angesiedelt ist. „Das verdient unser aller Anerkennung und Wertschätzung und ein großes Dankeschön. Das geht übrigens auch an die Kommunen, die ihre Feuerwehren so tatkräftig unterstützen.“
Rund 550 Frauen und Männer der Feuerwehren nahmen im vergangenen Jahr an der Kreisausbildung teil. Zudem konnten die Enzkreis-Feuerwehren bei einer großangelegten Übung entlang der Schnellfahrstrecke der Deutschen Bahn im Mai 2025 unter Einsatz einer großen Anzahl von Fahrzeugen und Personal ihre Kompetenz unter Beweis stellen, ebenso am „Tag der Feuerwehren“ auf dem Messplatz in Pforzheim.
Die insgesamt 2283 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis mussten im vergangenen Jahr dabei eine große Bandbreite unterschiedlicher Schadensereignisse und Einsätze bewältigen: Neben 344 Bränden standen sie bei 847 Einsätzen mit technischer Hilfe rettend und helfend zur Seite. Hier reichten die Einsatz-Szenarien von der technischen Menschenrettung nach Verkehrsunfällen über 48 Tierrettungen bis zu 30 Gefahrstoffeinsätzen. 260 Menschen wurden im vergangenen Jahr bei Bränden oder technischen Hilfeleistungen gerettet. Aber die Feuerwehren wurden insgesamt auch 323 Mal fehlalarmiert.