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Z’amma einmalig – Teil 2

Nach der Pause, bei der sich die Zuhörer bei verschiedenen Getränken und Speisen stärken konnten, ging es mit dem Stück „1980 F“ weiter. Das...
Z’amma einmalig
Foto: MVE/MVH

Nach der Pause, bei der sich die Zuhörer bei verschiedenen Getränken und Speisen stärken konnten, ging es mit dem Stück „1980 F“ weiter. Das Stück von der britischen Band „After the Fire“ entstand als ein eigenständiges, instrumentales Stück – geprägt von treibendem Rhythmus und einem unverkennbaren 80er-Charakter. Der Titel erschien 1980 und wurde vor allem im deutschsprachigen Raum auch als Erkennungsmelodie im Radio und Fernsehen bekannt, zum Beispiel als Titelmusik der TV-Show „Na, sowas!“ mit Thomas Gottschalk. Das Blasorchester unter der Leitung von Dirigent Gerd Wolss nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in die 80er-Jahre.

Das nächste Sahnebonbon für die Zuhörer war ein Stück, das wie kaum ein anderes den warmen, eleganten Klang der Swing-Ära verkörpert: Moonlight Serenade von Glenn Miller. Glenn Miller war einer der berühmtesten Bandleader der 1930er und 40er Jahre. Mit seinem unverwechselbaren Sound – der Mischung aus Klarinette und Saxofonen – prägte er den Big-Band-Stil wie kein anderer. Seine Musik brachte nicht nur Menschen auf die Tanzflächen, sondern wurde auch zum Soundtrack einer ganzen Generation. „Moonlight Serenade“ entstand 1939 und war ursprünglich als reine Instrumentalnummer gedacht. Schon nach wenigen Takten erkennt man sie: die weiche, schwebende Melodie mit dem typischen Glenn-Miller-Klang: verträumt und voller Eleganz. Das Stück wurde schnell zu Millers Erkennungsmelodie und zu einem der bekanntesten Titel der Swing-Ära. Es gilt bis heute als eine der schönsten Balladen des Jazz – ein Stück, das mit wenigen Tönen die Sehnsucht nach Ruhe und Träumereien weckt. Magnus Willems und das Blasorchester nahmen das Publikum mit in eine andere Zeit.

Das nächste Stück „Birdland“, dirigiert von Gerd Wolss ist ein Stück, das längst zu einem Klassiker des modernen Jazz geworden ist. Der österreichische Pianist und Komponist Joe Zawinul schrieb das Stück 1977 für seine Band Weather Report. Schon nach kurzer Zeit wurde Birdland zu ihrem Markenzeichen – energiegeladen, eingängig und rhythmisch raffiniert, Zawinul selbst betonte, dass Birdland die schwierigste seiner Kompositionen sei. Der Titel verweist auf den legendären Birdland-Jazzclub in New York, benannt nach dem Spitznamen des Saxofonisten Charlie „Bird“ Parker. Dieser Club war das Mekka des Jazz, ein Treffpunkt für verschiedene Musikergrößen. Birdland darf deshalb als Hymne auf den Jazz verstanden werden – auf Improvisation und kreative Spielfreude.

Nun folgte als letztes Stück „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ (Josef und sein farbenprächtiger Traummantel). Es war das zweite Werk des erfolgreichen Musical-Teams Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Webber war 20 Jahre alt und Rice vier Jahre älter, als sie 1968 das Musical kreierten. Es ist ursprünglich für eine 20-minütige Schulaufführung geschaffen und wird zu einem beliebten Kindermusical, das in vielen Schulen in aller Welt gespielt wird. Die Erzählung berührt Themen wie Familie, Rivalität und Hoffnung. Was hat es nun mit Josefs buntem Mantel auf sich? Das Musical basiert auf der biblischen Geschichte von Jacob und seinen zwölf Söhnen. Josef ist der Lieblingssohn von Jacob und erhält von seinem Vater diesen knallbunten Mantel, der zeigen soll, seht her, Josef ist mir der Liebste von all meinen Söhnen und sein Leben soll bunt werden wie der Mantel. Das passt Josefs eifersüchtigen Brüdern nun gar nicht, und sie verkaufen ihren Bruder in die Sklaverei. Seine prophetischen Träume führen Josef nach Ägypten, an den Hof des Pharaos. Das Blasorchester und Magnus Willems nahmen die Zuschauer in die verschiedenen Stationen von Josefs Leben mit. Josef, der auch als „Josef der Träumer“ bezeichnet wird, springt mit seinem knallbunten Traummantel (dem Amazing Technicolor Dreamcoat) durch das gesamte Musical.

Nach Programmende wurden die Musiker/innen und Dirigenten des Musikvereins Edelweiß Untergruppenbach e.V. und Musikvereins Heinriet e.V. mit viel Beifall und Standing Ovations belohnt. Selbstverständlich gab es dann auch noch eine Zugabe. Das Publikum wurde mit dem „Florentiner Marsch“ – einem der wohl bekanntesten und prachtvollsten Konzertmärsche von Julius Fucik belohnt. Der Florentiner Marsch ist ein Idealmodell für Fuciks besondere Marschkunst. Sowohl in der Fassung für sinfonische Orchester als vor allem in der Blasmusikausgabe wurde die Komposition zu einem der meistgespielten Märsche überhaupt auf der Welt. Der Marsch zeichnet sich durch seine breiten Melodien, das kraftvolle Bass-Solo und intensiven Rhythmuspassagen aus. Besonders bekannt ist der majestätische Mittelteil, der in seiner Schönheit fast nicht zu übertreffen ist.

Der Musikverein Edelweiß Untergruppenbach e.V. und der Musikverein Heinriet e.V. bedanken sich ganz herzlich bei ihren beiden Dirigenten Gerd Wolss und Magnus Willems, den Jugenddirigenten Lucas Kaulfuß und Lena Pasker, all unseren Musiker/innen, unserer Moderatorin Sophie Hägele, unserem Küchenteam und unseren weiteren vielen fleißigen Helfer/innen.

Und wie immer großen Dank an unser treues Publikum für das Interesse an unserer Musik und die Unterstützung.

Ihr

Musikverein Heinriet e.V. Musikverein Edelweiß Untergruppenbach e.V.
www.mv-heinriet.de, www.mve-untergruppenbach.de

Z’amma einmalig
Foto: MVE/MVH
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Ausgabe 48/2025
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