Wie langwierig die Wohnungssuche gerade für Geflüchtete ist, zeigt das Beispiel Süleiman Sefin Mohammed. Bereits vergangenes Jahr hatten wir ihn in dieser Rubrik vorgestellt - bis heute konnte er jedoch trotz dieser Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung durch das Ehrenamt keine Wohnung finden und wohnt nach wie vor in einer gemeindlichen Unterkunft in beengten Verhältnissen. Zwischenzeitlich haben sich dafür aber viele andere Dinge in seinem Leben positiv verändert:
Süleiman Seifin Mohammed ist 30 Jahre alt und stammt ursprünglich aus dem Irak. Nach dem Fall Saddam Husseins hatten sich in dem entstandenen Machtvakuum verschiedenste Gruppierungen gegründet, darunter terroristische Organisationen. Der sogenannte Islamische Staat, bzw. „Daesh“, wie die Iraker sagen, hat das gesamte Dorf zerstört, in dem Süleiman bis dahin gelebt hatte. Mit dem einsetzenden Flüchtlingsstrom gelangte er vor fünf Jahren nach Deutschland, über Stationen in Schwäbisch Hall und Heidelberg landete er in St. Leon-Rot, wo er seit 4 Jahren lebt. Sein Deutsch ist noch etwas holprig, er schafft es aber, sich verständlich zu machen – zur Not wird mit Übersetzungsapps gearbeitet.
Süleiman hat nun eine unbefristete Arbeitsstelle bei REWE in Wiesloch, zur Arbeitsstelle fährt er mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. Auch sein Aufenthalt ist nach der Prüfung durch die deutschen Behörden inzwischen gesichert. Er sucht nach einer kleinen bezahlbaren Wohnung in St. Leon-Rot oder Umgebung für sich und seine Freundin.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, melden Sie sich gerne bei info@asyl-st-leon-rot.de.