Ungarnverein besuchte die Partnergemeinde.
Im nächtlichen Bad Schönborn versammelten sich die Reisegruppe des Patnerschaftsvereins zur Fahrt nach Ungarn. Gegen Mittag landeten die 31 Teilnehmer in Budapest. Mit unserem bekannten Busfahrer „Elek“ aus Kinskunmajsa ging es durch ganz Ungarn in die südliche Ecke des Landes. Erste Station der Reise war ein Weingut auf halber Strecke. Durch enge Straßen gings zum Weingut Schieber. Zwei junge Winzer begrüßten uns gleich mit einer Weinprobe und führten und durch die Kellerei verbunden mit weiteren Proben des Ungarnweins. Das war die erste Stärkung auf unserer langen Reise. Am späten Nachmittag erreichten wir die von der UNESCO im Jahre 2010 zu Europas Kulturhauptstadt erhobene Stadt Pecs. Untergebracht im Hotel „Sindbad“ hatte unser Reiseleiter Peter Kühnl für den nächsten Tag eine Stadtführung organisiert. Mit dem „Dodo“, einem eisenbahnänlichen Gefährt ging es durch die Straßen und Gassen der Stadt. Prunkvolle Denkmäler, Minarette und Bäder zu Ehren der Paschas zeigen die wechselvolle Geschichte der Stadt. Die österreichische Kaiserin Maria Theresia verlieh dann 1780 die Stadtrechte. Der Nachmittag stand für eigene Stadtexkursionen zur Verfügung. Beeindruckend die wechselnde Geschichte der Stadt. Viel Male wechselten die Stadt ihre Besitzer. Gegründet wurde Pecs von den Römern. Nach den Römern waren Hunnen und germanische Volksstämme dort bis die Stadt im Frankenreich den Namen „Fünfkirchen“ erhielt. Bemerkenswert der kulturelle Wechsel in der Geschichte der Stadt. Das sehenswerteste Gebäude der Stadt ist die „Pascha Kasim Gasi-Moschee“, heute ein Wahrzeichen der Stadt. Die Kuppel zieren ein Kreuz und ein Halbmond. Die beiden Symbole zeigen zum einen auf den Frieden zwischen Völkern und Religionen, zum anderen auf die ethnische und kulturelle Vielfalt der Stadt hin. Errichtet wurde die Moschee Mitte des 16. Jahrhunderts von den Türken aus Steinen der früher an der Stelle stehenden christlichen Kirche. Mehrere Male wurde die Kirche von Muslimen und Christen abgerissen und in ihrem Stil wieder aufgebaut. Zigmale wechselte der Kirchturm zum Minarett und ungekehrt. Tags darauf machten wir uns in Richtung Partnergemeinde auf den Weg. Durch das hügelige Weinbaugebiet Südungarns war unser nächster .Stopp das Weinbauerndorf „Nemesnadudvar“. Im dortigen Heimatmuseum erfuhren wir dass der Ort nach der Verwüstung durch die Türken von Bauern aus dem Badischen und der Pfalz neu besiedelt wurde. Die Kaiserin Maria Thersia holte Siedler aus unserer Heimat nach Ungarn. Viel deutsche Namen kann man auf den alten Urkunden und Schriftstücken lesen.
Viele kamen aus Neibsheim und Büchig bei Bretten nach Ungarn. Der Ort ist in der Zwischenzeit Partnergemeinde von Neibsheim. Auch ein Mingolsheimer ist damals dorthin ausgewandert. Ein Nikolaus Vogel aus Mingolsheim folgte 1724 dem Ruf nach Ungarn und machte sich auf den Weg nach „Nadudvar“ und wurde dort sesshaft. Nächste Station war das Puppenmuseum im Ort. Auch hier führte uns eine dort beheimatete deutschsprechende Museumsführerin durch eine Puppensammlung die Puppen in den Trachten der ungarischen Regionen zeigt. - Fortsetzung folgt -
Aktuelle Vereinsinformationen und Wissenswertes finden sie auf unserer Homepage. www.pskkm.de .Die Vorstandschaft. geko


