Im Jahr 2025 zählte das Statistische Bundesamt insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen. Das waren nochmal 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr und somit ein neuer Höchststand. Diese Steigerungsrate zu toppen, ist nun der Zollernalb gelungen, die mit einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr den größten Zuwachs auf der gesamten Schwäbischen Alb verzeichnen konnte.
Eine Beherbergungsart hat sich besonders gut entwickelt: Mit fast 44,7 Millionen Gästeübernachtungen haben 2025 so viele Menschen wie noch nie auf Campingplätzen in Deutschland übernachtet. Hier kann auch die Zollernalb punkten, denn die Auswahl an Campingmöglichkeiten ist inzwischen groß. Mit Wohnmobilstellplätzen in Balingen, Geislingen, Haigerloch, Rosenfeld, Straßberg, am SchieferErlebnis in Dormettingen und in Meßstetten am Blumersberg sowie am Oberdigisheimer Stausee. Die Campingplätze Zollernalbcamping in Hechingen, Sonnencamping Albstadt und Camping am Schömberger Stausee erfreuen sich großer Beliebtheit.
Silke Leibold, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis mbH (WFG) und Cheftouristikerin des Kreises freut sich sehr über die guten Nachrichten und sieht den Erfolg auch in der konsequenten Umsetzung der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in der Landestourismuskonzeption genannten vier Grundprinzipien Qualität, Nachhaltigkeit, Tourismus für Alle sowie Innovationen begründet. „Wir verfolgen schon lange eine Qualitätsstrategie und haben frühzeitig auf Qualitätsgastgeber, Klassifizierungen und Zertifizierungen von Unterkünften, die AlbCard Gästekarte, ein gut ausgeschildertes Rad- und Wanderwegenetz sowie zertifizierte Wander- und Radwege gesetzt. Mit den naturnahen Schwerpunkten Wandern und Radfahren liegen wir auch zum Thema Nachhaltigkeit im Trend. Freizeitbusse- und bahnen wie der Nauf-Nab-Trauf-Bus ermöglichen eine umweltbewusste Anfahrt zu den Wanderwegen, während einige Hofläden im „Vorbeiwandern“ regionale Produkte anbieten.
Aufgrund des demographischen Wandels gewinnt das Thema barrierefreier Urlaub auch bei uns an Bedeutung, weshalb wir mit unserer beliebten Broschüre „Wandern wie die Andern“ frühzeitig reagiert haben. Eine Zusammenarbeit mit PartnerInnen aus der eigenen sowie fremden Branchen liefert wertvolle Impulse, weshalb die WFG regelmäßig verschiedenste Schulungen und Workshops veranstaltet“, so Leibold.
„Die Strategie ‚Je öfter, desto besser‘ hat sich als wirksame Bewältigung gegen die Verdichtung und Beschleunigung des Alltags durchgesetzt. Man gönnt sich diese Auszeiten bewusst als Gegenpol zu beruflichen Belastungen und globalen Unsicherheiten“, erklärt der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, Professor Dr. Ulrich Reinhardt zur 42. Deutschen Tourismusanalyse 2026. Fast jeder zweite Bundesbürger (44 Prozent) packte der Analyse zufolge 2025 nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals seine Koffer. Ein Trend, von dem auch die Region Zollernalb künftig weiter profitieren könnte.
