
Dieser Tage wurde das Fest der Hl. Cäcilie begangen, der Patronin der Kirchenmusik, die der Legende nach um das Jahr 230 n. Chr. als Märtyrerin starb. Dies ist der Anlass für Kirchengemeinden und Kirchenchöre dieser Heiligen im Gottesdienst mit anschließendem gemütlichem Beisammensein zu gedenken. So auch die Kirchenchöre von Sankt Remigius und der inzwischen leider klein gewordene Chor von St. Johannes, die eine Singgemeinschaft bilden. In dem feierlichen Gottesdienst würdigte Pfarrer Denk die Heilige und gleichzeitig die Bedeutung der Kirchenchöre für das liturgische Geschehen beim Gottesdienst. Er verlieh seiner Freude Ausdruck, dass sich Frauen und Männer Woche für Woche zusammenfinden, um das Liedgut einzustudieren, das bei den Gottesdiensten den musikalischen Rahmen setzt. Seinen Dank bekräftigte er mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“.
Den musikalischen Rahmen zu diesem feierlichen Gottesdienst bildete die „Missa brevis“ in C von Charles Gounod, der im 19. Jahrhundert lebte. Es ist ergreifend, wie es ihm gelingt, den Lobpreis Gottes in einer Art Hymne musikalisch umzusetzen, die menschliche Fehlerhaftigkeit in einem aufwühlenden „miserere nobis“ zum Ausdruck zu bringen oder die Sehnsucht nach Frieden am Ende des „Agnus Dei“ in einem atemberaubenden pianissimo erlebbar zu machen. Unter dem dynamischen Dirigat von Ursula Jochim und der einfühlsamen Orgelbegleitung von Thomas Heckel konnte so ein stimmiges Ganzes der Messe von Gounod gestaltet werden.
Im von fleißigen Händen festlich geschmückten Gemeindesaal fanden die Chormitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden ein gelungenes Ambiente vor für den zweien Teil der Cäcilienfeier. Angefangen mit dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Chormitglieder, dem anschließenden Sektempfang und dem Jahresbericht der Schriftführerin, wobei besondere Erwähnung der gelungene Ausflug nach Ulm mit der Bahn fand, der nicht - oh Wunder – die bei der Bahn so häufigen Abenteuereinlagen enthielt, kam man schließlich zur Ehrung der Jubilare. Von St. Remigius waren es 5 zu Ehrende, wobei das Ehepaar Pieronczyk mit jeweils 50 Jahren Zugehörigkeit die längste Mitgliedschaft aufweisen konnte. Bei St. Johannes gab es 2 Jubilare mit je 20 Jahren Mitgliedschaft. Alle Jubilare erhielten als Anerkennung ein Geschenk – Blumen für die Frauen, etwas für den Gaumen für die Männer.
Das eher ideelle „Vergelts Gott“ aus dem Gottesdienst wurde dann zum konkreten Dank der Kirchengemeinden an die Chormitglieder in Form eines schmackhaften Mittagessens, das die Choristen in vielfacher Weise ins Gespräch brachte und so reichhaltig war, dass mancher noch ein Care Paket mit nach Hause nehmen konnte. Mit Kaffee und Kuchen, den fleißige Frauenhände gebacken hatten, klang die Cäcilienfeier aus. Zum Gelingen dieses Festes haben viele Chormitglieder beigetragen. Ihnen allen galt der herzliche Dank des Vorsitzenden Dietmar Pieronczyk. War es das in diesem Jahr? Keineswegs! Kurz vor Weihnachten eröffnet man mit Liedern den Weihnachtsmarkt in Dahenfeld und am 2. Weihnachtsfeiertag singen beide Chöre in der St. Johanneskirche.
Dieter Herlan
