Mit großer Vorfreude startete der Schüleraustausch zwischen der Handelslehranstalt Bruchsal (HLA) und ihrer Partnerschule im schwedischen Bollnäs. Bereits bei der Ankunft wurden die Teilnehmenden herzlich von den schwedischen Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften empfangen, was den Grundstein für eine gelungene Austauschwoche legte.
Während des Aufenthalts in Bollnäs standen vor allem schulische Einblicke und der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Durch die Teilnahme am Unterricht und eine umfassende Schulführung erhielten die Lernenden einen differenzierten Eindruck vom schwedischen Bildungssystem. Dabei wurden verschiedene Bildungsangebote vorgestellt – von handwerklichen Ausbildungsberufen bis hin zu praxisnahen Pflegeprogrammen. Besonders eindrücklich war, dass die Teilnehmenden selbst aktiv werden konnten, etwa bei der Messung von Blutzucker und Puls. Gleichzeitig traten deutliche Unterschiede zum deutschen Schulsystem hervor: Projektorientiertes Arbeiten, ein höheres Maß an Eigenverantwortung sowie die stärkere Bedeutung von individuellem Feedback prägen den schulischen Alltag in Schweden.
Abseits des Unterrichts bot sich zudem die Gelegenheit, Bollnäs und seine Umgebung näher kennenzulernen. Gemeinsame Aktivitäten förderten nicht nur den Austausch zwischen den Teilnehmenden, sondern stärkten auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe.
Im weiteren Verlauf führte die Reise nach Stockholm, wo kulturelle und touristische Programmpunkte den Schwerpunkt bildeten. Neben ersten Erkundungen der Stadt umfasste das Programm unter anderem die Besichtigung zentraler Sehenswürdigkeiten, die feierliche Wachablösung am königlichen Palast sowie eine Bootstour durch den Schärengarten, die eindrucksvolle Einblicke in Natur und Geschichte der Region ermöglichte. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Vasa-Museums mit seinem nahezu vollständig erhaltenen Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert. Darüber hinaus blieb Zeit, die Stadt individuell zu entdecken und landestypische Speisen kennenzulernen.
Nach einer ereignisreichen Woche trat die Gruppe die Rückreise an. Der Austausch bot vielfältige Einblicke in das schwedische Schul- und Alltagsleben, förderte interkulturelle Kompetenzen und ermöglichte persönliche Begegnungen, aus denen nachhaltige Kontakte entstehen konnten.


