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//Zwischen Sanierungsstau und Klinik-Kampf//

Was den Bau- und Umweltausschuss in Bad Wildbad bewegt In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses nutzten die Ratsmitglieder den Tagesordnungspunkt...
Stadtbahn steht am Kurpark Bad Wildbad
Endstation Kurpark: Eine Stadtbahn erreicht die Haltestelle am Kurpark in Bad Wildbad. Die Anbindung hat jedoch ihren Preis. Wie im Bau- und Umweltausschuss bekannt wurde, hat sich der jährliche städtische Zuschuss unter anderem aufgrund gestiegener Energiekosten in den vergangenen zwei Jahren von 120.000 Euro auf nunmehr 240.000 Euro verdoppelt.Foto: Maren Moster

Was den Bau- und Umweltausschuss in Bad Wildbad bewegt

In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses nutzten die Ratsmitglieder den Tagesordnungspunkt „Anfragen und Anregungen“, um verschiedene kommunale Projekte abzufragen und den aktuellen Arbeitsstand der Verwaltung zu hinterfragen. Es folgte ein direkter Austausch, bei dem Bürgermeister Marco Gauger Auskunft über den Fortschritt der laufenden Vorhaben gab.

Bauprojekte in den Ortsteilen: Sprollenhaus und Calmbach

Gemeinderat Simon Kappel (CDU) erkundigte sich nach dem aktuellen Planungsstand der Dachsanierung. Sein Wunsch: Eine Umsetzung solle so schnell wie möglich erfolgen. Bürgermeister Marco Gauger berichtete, dass ein erstes Angebot der Firma Andreas Bott vorliege. Als nächsten Schritt kündigte er einen Ortstermin an, um die weiteren Details der Sanierung mit den Beteiligten abzustimmen.

Gemeinderat Mathias Fey (AfD) fragte nach dem Status der geplanten Aufstockung des SBBZ. Bürgermeister Marco Gauger stellte klar, dass die bauliche Umsetzung noch nicht begonnen habe. Es habe jedoch bereits einen Vor-Ort-Termin gegeben, an dem Angelika Eickhoff sowie der Rektor der Fünf-Täler-Schule, Guido Störk, teilgenommen hätten, um die Weichen für das Projekt zu stellen.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Jochen Borg (CDU) zum Zwischenstand hinsichtlich des Café Peter in Calmbach, musste Bürgermeister Marco Gauger kurz angebunden antworten: Zum aktuellen Zeitpunkt liege keine Lösung vor; es gebe nichts Neues zu berichten.

Borg stellte außerdem die Frage, ob man die Eigentümer der „Alten Krone“ erreicht und welche Möglichkeiten die Stadt habe, hier eine Veränderung herbeizuführen. Bürgermeister Marco Gauger legte dar, dass die Verwaltung bereits tätig geworden sei: Geringfügige Maßnahmen, wie das Zurückschneiden von Grünzeug auf den Gehwegen und das Aufstellen eines Bauzauns zur Sicherung, seien erfolgt. Er betonte jedoch die rechtliche Schwierigkeit: Bauliche Eingriffe in fremdes Eigentum seien kompliziert. Die Stadt könne erst dann weitergehend agieren, wenn ein Punkt erreicht sei, an dem ein Eingriff in fremdes Eigentum rechtlich zulässig ist.

Gesundheitsstandort Enztal: Krankenhaus Neuenbürg

Ein weiteres Thema von Gemeinderat Jochen Borg (CDU) war die finanzielle Problematik und die drohende Schließung des Krankenhauses in Neuenbürg. Er fragte nach der Positionierung der Stadt Bad Wildbad als Kommune im oberen Enztal und ob die Stadt hier aktiv werden müsse. Bürgermeister Marco Gauger unterstrich die Bedeutung des Standorts als wichtigen Versorgungspunkt, der auch ambulante Praxen und Fachärzte beherberge, die vor Ort operieren. Er habe sich bereits mit dem Bürgermeister von Neuenbürg, Fabian Bader, ausgetauscht. Da es sich um eine Kreisangelegenheit handele, sei es wichtig, die öffentliche Wahrnehmung zu stärken. Gauger verwies auf die Unterschriftenlisten, die im Bürgerservice Bad Wildbad ausliegen. Er habe zudem angeregt, diese Listen auch an Apotheken und Hausärzte weiterzugeben, damit diese – bei Interesse – ebenfalls eine Auslage ermöglichen können.

Schulische Themen und Infrastruktur

Gemeinderat Mathias Fey (AfD) fragte nach einer Lösung für den Raumbedarf der Schulsozialarbeit an der Wilhelmschule. Bürgermeister Marco Gauger gab an, dass die Zuteilung der Räume bereits geklärt sei. Die Abstimmung mit der Schulleitung laufe bereits; für die laufende Woche sei ein Termin mit Rektor Mayer anberaumt.

Bezüglich der anstehenden Ausschreibungen für die Ganztagsschule fragte Gemeinderat Mathias Fey (AfD) nach dem genauen Vorgehen. Bürgermeister Marco Gauger erläuterte das Konzept der Bedarfsermittlung. Man habe eine Umfrage unter Schülern und Eltern gestartet, um das Interesse an verschiedenen Modellen zu evaluieren. Die Ergebnisse sollen als Entscheidungsgrundlage dienen.

Finanzierung der Straßenbahnanbindung

Zum Abschluss der Anfragen wollte Gemeinderat Mathias Fey (AfD) wissen, ob die Stadt für die Bahnstrecke bis zum Kurpark finanzielle Leistungen erbringen müsse. Bürgermeister Marco Gauger erläuterte den Hintergrund: Es bestehe ein Verkehrsvertrag, da der Zug ab dem Bahnhof quasi zur Straßenbahn werde. Bad Wildbad leiste hierfür einen Beitrag zum ÖPNV. Dieser sei vor zwei Jahren aufgrund gestiegener Energiekosten spürbar angestiegen – von 120.000 auf 240.000 Euro pro Jahr. Dieser Betrag decke sowohl die Teilstrecke bis zum Kurpark als auch den anteiligen Beitrag zur Gesamtstrecke ab, an dem sich auch die Gemeinde Höfen beteilige. (mm)

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exklusiv online
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
05.03.2026
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