Im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde in Calmbach waren jüngst beim „Nachmittag der Begegnung“ die Plätze voll besetzt. Diesmal waren die singenden Sportler des Zylinderchors aus der AH-Abteilung des FC Neuweiler zu Gast. Schon gleich beim gemeinsamen ersten Lied, „Meinem Gott gehört die Welt“, das Margarete Hiebel auf dem Klavier begleitete, war der mitsingende Zylinderchor wahrzunehmen. „Ihr kennt uns ja, wir sind nicht zum ersten Mal da“, stellte Chor-Sprecher Dieter Pfeiffer von der Bühne herunter fest und ermunterte, ruhig bei den dargebotenen Volksliedern kräftig mitzusingen. Viele Besucher folgten dieser Einladung, und trotzdem waren die Sänger aus dem Oberen Wald nicht zu überhören.
Begrüßt wurde die Besucherschar von Margarete Hiebel, die mit guten Wünschen verbunden der Hoffnung Ausdruck gab, dass die langjährige Organisatorin Ruth Gutbub nach einem Reha-Aufenthalt beim nächsten Termin wieder dabei sei und hoffentlich am Rednerpult stehe. Verschiedene Hüte und einen bunten Schirm präsentierte Pfarrerin Eva Rathgeber, die auf diese Weise ihr besinnliches Wort aus Psalm 121, das in allen Situationen gelte, lebendig deutlich machte: „Der Herr führt, schirmt und behütet mich Tag und Nacht.“ Ob bei „Liebe kleine Schwarzwaldmarie“, „Kinder der Berge“ oder „Am Brunnen vor dem Tore“ wurde der Zylinderchor bei diesem Auftritt mit vielen Stimmen aus dem Saal fleißig begleitet.
Natürlich fehlte auch das „Zwergenlied“ nicht. Vom Text her, wie musikalisch finden die Sänger bei diesem Titel die perfekte Lösung für den Zwerg auf dem Berg mit dem per Mobilphone angeforderten Helikopter, der ihn zum Zwergenfräulein auf dem anderen Gipfel bringt. Nur einmal hat es bei den mehr als 15 Liedern mit der Melodie gehakt, als das bislang kaum gesungene Lied vom Wilddieb, „Wer schleicht dort im nächtlichen Walde“, aus den Zuhörerreihen gewünscht wurde. Beim zweiten Ansatz ging aber auch dieses so la-la über die Bühne und erhielt kräftigen Beifall. „So ist eben live“, kommentierte der dem Chor ohne Dirigenten die Einsätze gebende Dieter Pfeiffer. In Dankesworte verpackt lud Eva Rathgeber nach dem gemeinsamen Schlusslied, „Bewahre uns Gott“, den Zylinderchor gleich wieder aufs Jahr 2027 ein.