Wer in Baiersbronn auf Weltreise gehen möchte, braucht in diesem Sommer weder Reisepass noch Koffer. Ein Besuch in der Eislaufhalle genügt. Dort nimmt die Playmobil-Ausstellung „Schwarzwald Marie auf Weltreise“ seit dem 22. Mai kleine und große Gäste mit auf eine Reise rund um den Globus – im Miniaturformat, aber mit großer Wirkung.
Im Mittelpunkt steht eine Figur, die längst mehr ist als nur ein Souvenir: die Schwarzwald Marie. Mit Bollenhut, Tracht und Schwarzwälder Kirschtorte ist sie eine kleine Botschafterin des Schwarzwalds – und inzwischen selbst eine kleine Erfolgsgeschichte. Und ihren Ursprung hat die beliebte Figur, die 2025 einen echten Sammler-Boom von Freudenstadt bis Freiburg auslöste, wo? Genau, in Baiersbronn. Weshalb sie nun quasi zurückkehrt: Denn die Idee zur Sonderfigur entstand 2023 im Umfeld der ersten Baiersbronner Playmobil-Ausstellung mit dem rennomierten Diorama-Künstler Oliver Schaffer.
Gemeinsam mit dem Spielwarenhersteller entwickelte man im Anschluss die Figur, die eine Frau in traditioneller Gutacher Tracht darstellt - mit Bollenhut – einem unverwechselbaren Symbol für die Region. Dabei wurde größten Wert daraufgelegt, die Tracht so realitätsnah wie möglich darzustellen. Trachtenexperten aus dem Gutach- und Kinzigtal, der Heimat der berühmten Schwarzwaldtracht, arbeiteten eng mit, um die korrekte Gestaltung sicherzustellen.
► Mein Hut hat 14 Bollen ... Ikone Bollenhut
Zwei Jahre später wurde daraus ein echter Kassenschlager: Die ersten beiden Auflagen kamen so gut an, dass die Nachfrage unvermindert hoch blieb. Mehr als 200.000 Figuren wurden inzwischen verkauft, die Marie ist somit eine der weltweit meistverkauften Playmobil-Figuren. Die dritte Auflage wird im Juni 2026 erscheinen – und passend zur neuen Ausstellung natürlich auch wieder in Baiersbronn erhältlich sein. Seitdem hat Marie ihren Siegeszug durch die Welt angetreten und wurde von Fans aus aller Herren Länder an den unterschiedlichsten Orten verewigt - von Korsika bis London. Grund genug, dass man jetzt auch dort, wo alles begann, Marie nun selbst auf die Reise schickt.
In der dortigen Eishalle ist es kühl, und die Reise beginnt dort, wo auch Marie zu Hause ist: im Schwarzwald. Dichte Tannen, traditionelle Schwarzwaldhäuser und natürlich kulinarische Klassiker bilden den Auftakt. Von hier aus geht es dann via Flughafen hinaus in die Ferne. Rund 40.000 Kilometer werden im Maßstab der Playmobil-Welt zurückgelegt. Europa zeigt sich mit Stationen wie dem Berliner Konzerthaus, der Wiener Hofburg, der Amalfi-Küste und antiken griechischen Ruinen. Danach warten der Dia de los Muertos in Mexiko, Ägyptens Pyramiden und das Kirschblütenfest in Japan auf Marie. Auch Polynesien, eine Safari in Afrika und der Grand Canyon mit dem Colorado River gehören zur großen kleinen Weltreise.
Gestaltet wurde die Ausstellung erneut von Oliver Schaffer. Der Hamburger gilt als international anerkannter und gefragter Playmobil-Ausstellungskünstler und besitzt eine der größten Schausammlungen weltweit. Tausende Figuren, Gebäude, Fahrzeuge und Sammlerstücke fügen sich in Baiersbronn zu Szenen, in denen es überall etwas zu entdecken gibt. Gerade das macht den Reiz aus: Wer genauer hinschaut, findet kleine Geschichten am Rand, witzige Details und liebevolle Miniaturen, die mehr erzählen, als man auf den ersten Blick vermutet. Und natürlich heißt die Devise wie bei Playmobil üblich: Mitmachen, statt nur anschauen. An vielen Spieltischen können sich kleine und große Fans rundum austoben und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Für Familien ist die Ausstellung ein Ausflugsziel mit doppeltem Charme. Kinder tauchen in vertraute Spielwelten ein, Erwachsene entdecken nostalgische Erinnerungen – und nebenbei wird aus dem Rundgang eine kleine Reise durch Kultur, Architektur und Landschaften. Heimatgefühl und Fernweh stehen hier nicht gegeneinander, sondern gehören zusammen. Die Schwarzwald Marie zeigt: Man kann fest verwurzelt sein und trotzdem neugierig auf die Welt.
Ganz allein reist Marie diesmal allerdings nicht: In Baiersbronn bekommt sie erstmals männliche Begleitung. Mit dem Schwarzwald Hannes steht ihr nun ein Pendant zur Seite, das die kleine Schwarzwald-Welt im Playmobil-Format weiter wachsen lässt. In schmucker Tracht mit Trompete hat Hannes in einem Casting Maries Herz erobert, und die präsentiert sich ab sofort auch, ganz der Tradition entsprechend, in der „verheirateten“ Trachtenversion – mit schwarzen Bollen und grünem „Goller“. Ihre Flitterwochen verbringen die Beiden in Baiersbronn – beim Rundflug im Heißluftballon über die Schwarzwald-Tannenwipfel.
Gemeinsam stehen Marie und Hannes für das, was die Ausstellung so sympathisch macht: Heimat, Sammelleidenschaft, Spielwitz und ein liebevoller Blick auf regionale Traditionen. Aus einer einzelnen Sonderfigur wird so Schritt für Schritt ein kleines Schwarzwälder Figurenensemble – mit Potenzial zum neuen Liebling der Besucherinnen, Besucher und Sammler.
Die Ausstellung ist vom 22. Mai bis 13. September 2026 in der Eislaufhalle Baiersbronn zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr, montags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren, Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 13 Euro. Mit Schwarzwald Plus ist der Einzeleintritt kostenfrei.
→ Infos zur Ausstellung auf dem Flyer
Und wie geht's weiter mit Marie? Wer die ersten beiden Auflage im vergangenen Jahr verpasst hat, hat jetzt die Chance, sich eine der begehrten Figuren nach Hause zu holen - die 3. Auflage steht quasi in den Startlöchern. Selbstverständlich kann sie dann auch von Besuchenden der Playmobil-Ausstellung direkt im Entstehungsort Baiersbronn erworben werden, ebenso wie das Set mit Hannes.


