Der Sonntag ist verplant, das Wetter unentschlossen und die Idee für einen Ausflug fehlt noch. Genau dafür ist der Internationale Museumstag gemacht: Türen auf, Überraschungen drin und oft ein Programm, das auch Menschen abholt, die sonst „nicht so die Museumstypen“ sind.
Am 17. Mai 2026 steht Baden-Württemberg wieder ganz im Zeichen der Museen. Ob Stadtmuseum, Technik-Museum, Kunstsammlung oder kleines Heimatmuseum um die Ecke: Der Tag soll Lust aufs Entdecken machen und die Hemmschwelle senken, einfach mal reinzugehen ...
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Der Internationale Museumstag findet jedes Jahr an einem Sonntag im Mai statt (meistens am 3. Sonntag des Monats) und rückt Museen weltweit in den Mittelpunkt. Ins Leben gerufen wurde er 1978 vom Internationalen Museumsrat ICOM (International Council of Museums), um Museen sichtbarer zu machen und mehr Menschen zum Besuch einzuladen. In Deutschland sind rund 7.100 Museen und Museumseinrichtungen gelistet. Das Ländle ist hier übrigens einmal mehr Spitzenreiter. Denn im deutschlandweiten Vergleich gibt es laut einer Erhebung des Instituts für Museumsforschung in Baden-Württemberg die meisten Museen: rund 1.240 an der Zahl.
Die Bandbreite reicht hierzulande von den großen staatlichen Museen über städtische Kunstsammlungen, Spezialmuseen, regionale ländliche Freilichtmuseen hin zu zahlreichen ehrenamtlich geführten kleineren Museen. So unterschiedlich sie in ihren Fachgebieten und in ihrer jeweiligen Ausgestaltung auch sind, sie alle bewahren kulturelles Erbe, sind Raum der Kommunikation und interkulturelle Begegnungsstätten.
Mittlerweile hat sich der Museumstag zu einem regelrechten Familiensonntag mit zahlreichen Angeboten für jede Altersgruppe entwickelt. Viele Museen bieten an diesem Tag Sonderaktionen an, etwa Führungen, Workshops, Mitmachstationen oder Einblicke hinter die Kulissen. Häufig sind Angebote kostenfrei oder es gibt vergünstigte Eintritte, das entscheiden die Häuser aber selbst. Spannende Führungen, informative Workshops, Mitmachangebote und der exklusive Einblick in sonst verborgene Bereiche wecken die Neugierde und machen die Museen erlebbar. Das geht nicht nur analog, vor Ort, sondern auch mit digitalen Angeboten wie 360°-Rundgängen, Video-Führungen und Online-Sammlungen.
Baden-Württemberg hat beschlossen, die Vielfalt der Museen am Internationalen Museumstag besonders sichtbar zu machen: Unter einem jährlich wechselnden Motto präsentieren sich die unterschiedlichen Museen und Sammlungen im Land; mit dem jeweiligen prägnanten, witzigen oder spielerischen Slogan sollen Gemeinsamkeiten, Stärken und relevante Themen aufgegriffen werden.
Sammlung Würth (Künzelsau/Schwäbisch Hall)
Spektakuläre Sammlung von mit wechselnden Ausstellungen und vielen Dependancen.
Eines der großen Technikmuseen in Deutschland zeigt 200 Jahre Technik- und Sozialgeschichte zum mitmachen, mit Experimentierstationen zu Naturwissenschaft und Technik. NUSSBAUM Abonnenten sparen hier!
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Mercedes-Benz Museum (Stuttgart)
Eines der meistbesuchten Museen des Landes mit spektakulärer Architektur, die auch die gesamte Zeitgeschichte seit 1886 mitnimmt. Ideal für Technikfans, Architekturbegeisterte und Familien.
Porsche Museum (Stuttgart-Zuffenhausen)
Der sportliche Gegenpart in Stuttgart. Es besticht durch sein futuristisches Design und eine dynamische Ausstellung, bei der viele Exponate fahrbereit sind und regelmäßig getauscht werden. Ideal für Motorsport-Fans und Design-Liebhaber.
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ZKM | Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Weltweit einzigartig: Das ZKM ist kein klassisches Museum, sondern ein „Haus aller Medien“. Hier wird die Schnittstelle von Kunst, Digitalisierung und Technologie interaktiv erlebbar gemacht.Ideal für Neugierige, Digital Natives und Fans moderner Kunst.
Eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Die Sammlung reicht vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Besonders berühmt ist der postmoderne Bau von James Stirling und die starke Sammlung der Klassischen Moderne (Picasso!).
Archäologisches Landesmuseum & Pfahlbauten (Unteruhldingen/Konstanz)
Das UNESCO-Weltkulturerbe macht die Stein- und Bronzezeit greifbar. Die rekonstruierten Häuser auf Pfählen im Wasser sind ein absolutes Highlight.
Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Stuttgart)
Hier wird Landesgeschichte modern und emotional erzählt. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um die Menschen, die das Land geprägt haben - vom Königreich bis zum modernen Bundesland.Ideal für alle, die verstehen wollen, wie der Südwesten wurde, was er heute ist.
Eines der ersten Museen weltweit, das eine eigene Abteilung für zeitgenössische Kunst einrichtete. Der spektakuläre Neubau (2018 eröffnet) beherbergt Meisterwerke von Manet bis hin zu gewaltigen Installationen der Gegenwart. Ideal für: Fans von Licht, Raum und moderner Malerei.
Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (Gutach)
Mitten im Schwarzwald gelegen, zeigt dieses Museum, wie die Menschen in der Region vor 400 Jahren gelebt und gearbeitet haben. Mit originalen Schwarzwaldhöfen, Tieren und Handwerksvorführungen. Ideal für den klassischen Heimat-Entdecken-Ausflug mit Kindern.
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Auto & Technik Museum Sinsheim
Bekannt durch die begehbare Concorde und das russische Pendant Tupolev Tu-144, die über dem Museum thronen, bietet das Museum innen wie außen eine riesige Erlebniswelt mit Oldtimern, Flugzeugen, Lokomotiven und einem IMAX-Kino. Ideal für einen ganztägigen Familienausflug mit viel Action.
Tipp für den Museumstag: Gerade die großen Häuser (Mercedes-Benz, Staatsgalerie, ZKM, Freilichtmuseen) sind am Internationalen Museumstag oft sehr voll. Wenn du es entspannter magst, such dir ein kleineres Spezialmuseum aus.
► Eine Übersicht über die Museen in deiner Nähe gibt es hier
2026 steht unter dem Motto „Baden-Württemberg erzählt.“ Museen sind eingeladen, Objekte mit Geschichte besonders herauszustellen, etwa ein Tagebuch, ein oft genutztes Werkzeug oder ein Foto eines prägenden Moments. Grund genug, mal wieder ein Museum zu besuchen, oder?
►alle Aktionen zum Museumstag 2026 in Baden-Württemberg gibt es hier
Plane kurz wie einen kleinen Wochenendausflug, dann wird es entspannter. Besonders, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder nur ein Zeitfenster am Nachmittag hast.
Checkliste:
• Zeitfenster festlegen: Nur „reinschnuppern“ oder eine Führung mitnehmen?
• Anreise klären: Gibt es Parkplätze, einen Bahnhof in der Nähe oder einen Radweg bis vor die Tür?
• Stoßzeiten umgehen: Wenn möglich, starte früher am Vormittag oder später am Nachmittag.
• Barrierefreiheit prüfen: Viele Museen informieren auf ihrer Website zu Aufzügen, Rampen oder Leih-Rollstühlen.
• Familienfokus: Achte auf Begriffe wie „Mitmachangebot“, „Familienführung“ oder „Kinderprogramm“.
Viele Häuser veröffentlichen Details erst näher am Termin oder passen sie kurzfristig an.
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