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Unterwegs in BW

Ganz großes Kino: Beliebte Drehkulissen in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg bietet eine große Vielfalt an atmosphärischen Landschaften und spektakulären Schauplätze – das finden auch Serien- und Filmemacher.
Schloss Sigamringen im Sommer
Märchenhafte Schlösser, moderne Architektur, Lost Places mit Geschichte und spektakuläre Landschaften: Baden-Württemberg bietet der Film- und Fernsehproduktion zahlreiche Drehkulissen.Foto: Nicole Hagemann/Marco Emminger

Märchenhafte Schlösser, moderne Architektur, Lost Places mit Geschichte und spektakuläre Landschaften: Baden-Württemberg bietet eine Vielfalt an Schauplätzen, die das Land zu einer Leinwand für unvergessliche Geschichten machen. Da ist es kein Wunder, dass der Süden mit seinen unzähligen filmreifen Motiven schon seit Jahren Produktionsteams aus der ganzen Welt anzieht. Wir stellen die schönsten Drehorte vor.

Historischer Charme für große Geschichten

Mit seiner Altstadt, dem Neckar und dem berühmten Schloss zählt Heidelberg zu den beliebtesten Locations in Baden-Württemberg: Sean Connery drehte hier für den Mittelalter-Blockbuster „Der Name der Rose“. Der Medizin-Thriller „Anatomie“ mit Franka Potente spielt an der Universität der Studentenstadt. In „Die Apothekerin“ mimt Katja Riemann eine Einheimische. Und die Netflix-Romcom „Isi und Ossi“ treibt die Klischees der ungleichen Neckarstädte Heidelberg und Mannheim auf die Spitze.

Schloss Heidelberg im Nebel
Das Schloss Heidelberg ist mit seiner romantischen Atmosphäre eine beliebte Drehkulisse. Hier wurde beispielsweise „Die Apothekerin“ (1997) gedreht.Foto: ssg/Ralf Kuhlen

Kleine Örtchen ganz groß

Auch die alte Salzsieder-Stadt Schwäbisch Hall hat bereits mehrfach Filmgeschichte geschrieben: Teile des Schwarz-Weiß-Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann spielen in der Altstadt und die internationale Produktion „Die Päpstin“ nutzte sie ebenfalls als Szenerie. Neben „Hallywood“ muss sich aber auch Öhringen-Michelbach nicht verstecken: Mit der Filmbiografie „Rush“ über die Formel-1-Legenden James Hunt und Niki Lauda schaffte es das kleine Örtchen international auf die große Leinwand.

Stadtansicht Schwäbisch Hall
Schwäbisch Hall diente unter anderem dem Schwarz-Weiß-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ (1944) als Kulisse.Foto: Patrick Muntzinger

Urbane Spots und gediegene Settings

„Tatort“, „4 Blocks“ oder „SOKO Stuttgart“ – die Landeshauptstadt bietet mit ihrem Mix aus urbanem Großstadtflair und beschaulichem Quartiers-Charme die perfekte Kulisse für beliebte nationale Serien, aber auch echte Hollywood-Kassenschlager: Im US-amerikanischen Action-Spielfilm „The Avengers“ von 2012 kommt es ausgerechnet in Stuttgart zum Showdown zwischen den Superhelden. Gedreht wurde allerdings nicht in der Schwaben-Metropole selbst, sondern in einem von Set-Designern nachgebauten Stuttgart in Cleveland (Ohio). Dabei hat sich so mancher kuriose Fehler eingeschlichen, genauer hinschauen lohnt sich also.

Dasselbe gilt für Kenner der Region bei den deutschen Kino-Dramen „Freier Fall“ und „Novemberkind“, für die in Ludwigsburg und Kornwestheim gefilmt wurde.

Schlossplatz Stuttgart mit Kunstmuseum und Königsbau bei Abenddämmerung und mit Beleuchtung
Kurios: „The Avengers“ (2012) hatten ihren großen Showdown in Stuttgart – gedreht wurde aber in Cleveland.Foto: DZT/Francesco Carovillano

Abenteuer in mystischer Natur

Bizarre Felsformationen, geheimnisvolle Höhlenwelten, dichte Wälder und imposante Schlösser: Die Schwäbische Alb bietet ideale Bedingungen für Abenteuer-, Märchen- und Fantasy-Produktionen.

Majestätische Inspiration

Eine Neuverfilmung von „Dornröschen“, mit Hannelore Elsner als böser Fee, wurde 2009 auf Schloss Lichtenstein und Burg Hohenzollern gedreht. Die Burg inspirierte auch „Fluch der Karibik“-Regisseur Gore Verbinski: 2015 drehte er dort für seinen Kinofilm „A Cure for Wellness“. Während der Dreharbeiten belagerten Fans das Gelände, um einen Blick auf die Stars am Set zu werfen. Doch auch ohne Filmcrew lohnt sich ein Besuch.

Besuch von Krabat

Wie auch weiter südlich im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, wo Szenen für die Romanverfilmung von Otfried Preußlers „Krabat“ mit David Kross und Daniel Brühl entstanden sind.

Außenansicht des Fachwerkhauses
Im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck lernte Krabat im gleichnamigen Film (2008) die dunklen Künste des Müllers.Foto: Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck

Naturschauplatz für Serienklassiker und Blockbuster

Der Schwarzwald ist Kult, ebenso wie viele seiner Filme und Serien: Vom „Schwarzwaldmädel“ bis zur „Schwarzwaldklinik“ und den „Fallers“, deren Hof es sogar wirklich gibt. Ob es im Schlosshotel Waldlust wirklich spukt, ist dagegen nicht erwiesen. Mit seinem morbiden Charme dient der Lost Place in Freudenstadt aber regelmäßig als Location für Mystery- und Horrorproduktionen wie „Bela Kiss“, „Haunted“ oder das „Horrorcamp“ von Youtuber Knossi und Rapper Sido.

National und international gefragt

Die Serie „Biohackers“ von 2020 wurde in Freiburg gedreht und der Kinofilm „Wann kommst du meine Wunden küssen?“ aus dem Jahr 2023 spielt ebenfalls im Schwarzwald. Genauso wie Teile der mit einem Bambi ausgezeichnete Dramedy „25 Km/h“, mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel in den Hauptrollen.

Das Filmpreis-Reh wiederum hat seinen Ursprung in Karlsruhe, wo bereits Joaquin Phoenix, Senta Berger und André Eisermann drehten. Die Orte dazu lernen Gäste bei der „Filmlocation Fahrrad-Tour“ kennen und können danach im Cinema City Hotel, Deutschlands erstem Kinohotel, übernachten.

Die Wiwillibrücke in Freiburg
Die Wiwillibrücke in Freiburg war ein Schauplatz für die deutsche Serie „Biohackers“.Foto: TMBW/Christoph Düpper

Krimi trifft Märchen

Das imposante Schloss Sigmaringen thront majestätisch über der Donau und ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein gefragter Drehort für Historiendramen und Märchen. Seine Türme, Erker und kunstvoll gestalteten Fassaden waren bereits mehrfach in Produktionen wie dem deutschen Märchenfilm „Die drei Königskinder“ und der dänischen Literaturverfilmung „Die Königin und der Leibarzt“ mit dem internationalen Schauspielstar Mads Mikkelsen zu sehen. Bei Führungen durch die Prunkräume und den Schlosshof können Besucherinnen in die fantastische Welt vergangener Jahrhunderte eintauchen.

Spurensuche am See

Die Unteruhldinger Pfahlbauten boten 2020 die Kulisse für Szenen der Science-Fiction-Trilogie „Foundation“. Und regelmäßig gehen rund um den Bodensee außerdem die Ermittler-Teams von „Tatort Konstanz“, „WaPo Bodensee“ und „Die Toten vom Bodensee“ auf Spurensuche.

Pfahlhäuser und ein langer Holzsteg im Bodensee
Die imposanten Pfahlbauten in Unteruhldingen wurden für Szenen der Science-Fiction-Trilogie „Foundation“ genutzt.Foto: DBT/Florian Trykowski
von TMBW/red
11.03.2026
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