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Garagentore im Überblick: Diese Torvarianten gibt es

Sektionaltor, Wand-Sektionaltor, Drehflügeltor oder Holztor? Mit oder ohne Tür? Ein kurzer Überblick über verschiedene Tor-Arten. Tipps vom Experten.
Ansprechendes Garagentor mit BeleuchtungFoto: KangeStudio/iStock/Getty Images Plus

Ein Platz für die neue Garage ist gefunden, jetzt stellt sich die Frage: wie soll sie zu öffnen sein? Manuell oder per Elektro-Antrieb? Möchte man die Garage durch das Tor mit einer Tür betreten? Garagenbauer helfen bei der Planung und finden das passende Tor. Folgenden Garagentor-Arten stehen zur Auswahl.

1. Sektionaltore

Sektionaltore öffnen sich senkrecht nach oben, werden in Laufschienen geführt, sind leise zu öffnen und zu schließen, leise im Lauf, liegen platzsparend unter der Decke und reduzieren die Garagentiefe und die Durchfahrtstiefe nicht. Die Torflügel bestehen aus horizontalen Lamellen oder breiteren Paneelen aus ein- oder doppelwandigem Stahl oder aus Massivholz, auch mit Verglasung. Bei geöffnetem Tor befindet sich der Flügel oberhalb der Öffnung und wird dort als Ganzes abgestellt. Der Flügel oder das Torblatt unterteilt sich in die Bodensektion, die Mittelsektionen und die oberste, die sogenannte Topsektion. Die Öffnung erfolgt entweder als Handantrieb mittels Griffmulde und Zugseil oder Handantrieb mittels Haspelkette, oder mit Kraftantrieb als Schlepp-, Aufsteck- oder Kettenradantrieb.

Es gibt zwei Konstruktionsarten für Sektionaltore:

  • Die Rahmensprossenkonstruktion besteht aus eloxierten oder lackierten Aluminiumprofilen, die vertikal und horizontal miteinander verbunden sind. Hierbei stehen Füllungsvariationen stehen zur Auswahl.
  • Die Paneelkonstruktion besteht aus einwandigen oder doppelwandigen ausgeschäumten Stahl- oder Aluminiumprofilen. Hier finden Verglasungsarten wie runde, ovale oder eckige Iso-Fenster Anwendung.

2. Wandsektionaltore

Sie werden auch Wandgliedertore genannt und bestehen aus senkrechten, miteinander verbundenen Lamellen aus ein- oder doppelwandigem Stahl oder aus Holz, lassen sich nach rechts, links oder nach beiden Seiten schieben, werden in seitlichen Laufschienen geführt, benötigen keinen Vorplatz und schränken die Durchfahrtshöhe nicht ein. Wandgliedertore sind besonders geeignet bei bogenförmiger Toröffnung.

Kombination aus Beton und Holz.Foto: Tom Merton/OJO Images
Kombination aus Beton und Holz.
Foto: Tom Merton/OJO Images

3. Drehflügeltore

Ein Drehflügeltor besteht üblicherweise aus einem zweiflügeligen Element, dem Stellflügel und dem Gehflügel, der nach innen oder außen zu öffnen ist. Drehflügeltore sind die einfachste Lösung für die Regelung des Zugangs zu einem eingezäunten Grundstück.

4. Falttore und Knicktore

Falttore sind Industrietore aus vertikalen Paneelen, mit oder ohne Verglasung, die über Scharniere miteinander verbunden sind. Falttore eigen sich besonders für große Öffnungen und können vor dem Gebäude oder in der Öffnung eingebaut werden. Als Sonderform gelten Falttore mit horizontal angeordneten Paneelen, die als Knicktore bezeichnet werden. Knicktore lassen die Öffnung in ganzer Breite frei und werden unter dem Dach gefaltet.

Elektrisches Garagentor.Foto: mirsad sarajilic/iStock/Getty Images Plus
Elektrisches Garagentor.
Foto: mirsad sarajilic/iStock/Getty Images Plus

5. Holztore

Holztore für den Einsatz als Garagentore werden vorwiegend als Stahlrahmentore mit Holzbekleidung am Markt angeboten. Holztore bieten eine relativ große Vielfalt an Gestaltungsvarianten. Füllungen für Holztore lassen sich mit Kassetten, Profilbrettern oder individuellen Motiven gestalten. Holztore in der Vollholz-Variante sind nach wie vor beliebte Gartentore.

Garagentor modernisieren

Alte Kipptore können aber auch durch komfortablere, elektrische Garagentore ausgetauscht werden, die deutlich mehr Komfort bieten und sich mit einem einzigen Knopfdruck öffnen lassen. Die Elektronik erlaubt eine einfache, automatische Steuerung des Tores, eine manuelle Öffnung ist nicht mehr notwendig. Sektionaltore stellen die moderne Variante eines Garagentores dar und sind deutlich platzsparender.

Garage-Carport-App-Handy.Foto: djd/Sommer Antriebs- und Funktechnik
Garage-Carport-App-Handy.
Foto: djd/Sommer Antriebs- und Funktechnik

Ein Adapter bringt den Garagentorantrieb ins Internet

Die Steuerung des Garagentors auf Smartphone, Tablet oder PC zu bringen, geht ganz einfach. Beim Spezialisten für Antriebs- und Funktechnik genügt dafür ein handlicher Adapter, der einfach in Reichweite des Torantriebs und des häuslichen WLAN in eine Steckdose eingesteckt wird. Der Adapter bringt per Funkverbindung alle Funktionen des Torantriebs ins Internet. So lässt sich das Garagentor ganz einfach am Touch Screen des Smartphones öffnen und schließen. Darüber hinaus kann man eine Reihe weiterer Funktionen auch von unterwegs nutzen.

Tor öffnen, schließen und überwachen am Smartphone

Dazu gehört zum Beispiel die Kontrolle des Torzustands: Ist es noch geöffnet, nur teilweise geschlossen oder komplett zu? Auch automatische Meldungen über Veränderungen am Tor oder gewaltsame Eindringversuche können als Alarm über E-Mail ans Smartphone gemeldet werden. Und wer noch genauer wissen möchte, was an der Garageneinfahrt los ist, der kann zu Hause zusätzlich eine Webcam installieren. Die Bilder lassen sich dann live abrufen. Es können auch ganze Befehlsketten erstellt werden, so kann beispielsweise festgelegt werden, dass in ausgewählten Räumen des Hauses das Licht angehen soll, wenn sich die Garage öffnet und jemand hineinfährt.

Eine App fürs Garagentor lässt sich nicht nur auf einem Gerät installieren. Damit jedes Familienmitglied Zugriff auf die Torsteuerung hat, kann sie auf bis zu zehn Smartphones oder anderen Geräten eingerichtet werden.

Auch Garagen können wärmegedämmt werden.Foto: epr/Entrematic
Auch Garagen können wärmegedämmt werden.
Foto: epr/Entrematic

Wärmedämmung fürs Garagentor

In dicht bebauten Gegenden steht die Garage meist nicht mehr für sich allein, sondern schließt sich nahtlos ans Wohngebäude an. Das Garagentor ist demnach nicht nur ein großflächiges Designelement, sondern ihm kommen auch essenzielle Isolier- und Sicherheitsaufgaben zu. Und so ist eine richtige Wärmedämmung des viel genutzten Raumes das A und O und sollte keineswegs vernachlässigt werden. Verbindungstüren zwischen Garage und beheiztem Wohnraum werden immer beliebter, daher ist eine Isolierung des Tores eigentlich unumgänglich, möchte man nicht wertvolle Wärme nach außen verlieren.

Tor mit Belüftungsschlitzen

Gut gedämmt und dicht setzt aber auch voraus, dass für eine entsprechende Lüftung gesorgt ist, denn gerade in den Wintermonaten kommt Feuchtigkeit durch Schnee, Regen und Eis vom Auto in die Garage. Sollen diese Pfützen schnell abtrocknen, ist es notwendig, dass die Garage „atmen“ kann. Ideal sind daher Garagentore, die eine Bodendichtung mit Belüftungsschlitzen besitzen, wie sie im spezialisierten Fachhandel angeboten werden. Solche Superior-Deckensektionaltore verfügen über ein integriertes Lüftungssystem an der Bodenabdichtung und sorgen so kontinuierlich für ein gutes Klima in der Garage. In Sachen Energieeffizienz ist die Kombination von Dämmung und Lüftung unschlagbar. Die zuverlässige Isolierung hält die Innentemperatur stabil und schützt so gegen Kälte und Hitze – von diesem prima Klima profitieren auch die überwinternden „Gäste“ in der Garage.

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von www.bauemotion.de/djd/epr/red
26.03.2024