
Durch das gesamte Areal mit seinen Pavillons, Gärten, Wiesen und Ausstellungen ziehen sich wie ein roter Faden die Mottos „Wie wollen wir leben“ und „Lust am Wandel“, die dazu einladen, sich mit bedeutenden Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen.
Wie Wandel funktionieren kann, hat die Landesgartenschau bereits jetzt bewiesen. Aus dem Großparkplatz Schießwasen und den zuvor nahezu ungenutzten Auwiesen ist Mitten in Ellwangen ein pittoreskes und zeitgemäßes Naherholungsgebiet entstanden, das viel Platz für Pflanzen, Tiere und Menschen bietet.
Durchzogen wird das rund 26 Hektar große Gelände von der Jagst. Der Fluss ist in den vergangenen Jahren aufwendig renaturiert worden und fließt nun wieder in natürlichen Mäandern. In den 1950er-Jahren war die Jagst aus Gründen des Hochwasserschutzes begradigt und in ein Steinbett gelegt worden, nahezu unzugänglich für Menschen.
Im Zuge der Umbauarbeiten kann der Fluss ganz nach dem Leitsatz „Ellwangen an die Jagst“ wieder erreicht und genossen werden. Das ist zum Beispiel am herrlichen Sparkassen-Stadtstrand möglich, der nach dem Hauptsponsor der Landesgartenschau benannt ist.
Gegliedert ist das Gartenschau-Areal in drei neu gestaltete Parkanlagen. Der Brückenpark bietet urbane Atmosphäre mit dem neugebauten Jugend- und Kulturzentrum Treff.26 (Standort des Treffpunkts BW während der Schau), einer Skateanlage und weiteren Spielmöglichkeiten.
Im Stadtpark locken zahlreiche Pavillons, die Hauptgastronomie sowie die große Sparkassen-Heimatbühne mit Veranstaltungen und Konzerten. Im Auenpark tritt der Mensch ein Stück weit in den Hintergrund und wird zum Beobachter der wunderbaren Naturlandschaft. Herrlich angelegte Schaugärten, der Zeiss-Naturbeobachtungssteg und der fast 14 Meter hohe Aussichtsturm „Jagstblick“ mit dem angrenzenden Kinderspielplatz Auenspiel und dem Biergarten an der Teinacher-Bühne sorgen für Eindrücke, die noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Die Landesgartenschau in Ellwangen befindet sich nicht irgendwo außerhalb auf der „grünen Wiese“, sondern liegt innenstadtnah und ist von der City und dem Bahnhof fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Ein intelligentes Leitsystem lotst die Besucher vom Bahnhof, dem zentralen Einfallstor zur Gartenschau, durch die City zum Gelände.
Flankiert wird die Landesgartenschau durch mehr als 2000 verschiedene Veranstaltungen, darunter Konzerte, Lesungen, Talkformate und vieles mehr. Musikfans können sich unter anderem auf Helge Schneider, LaBrassBanda, Claudia Jung und Willy Astor freuen.
Die mehrfach wechselnden Themenwochen greifen wichtige Themen auf und versuchen, Antworten auf bedeutende Fragen unserer Zeit zu finden. Im Zuge der Thementage wird unter anderem der bekannte TV-Meteorologe Sven Plöger zum Klimawandel referieren. Und auch das „Grüne Klassenzimmer“ ist natürlich vertreten.
Ohne die Beteiligung der Menschen vor Ort könnte die Landesgartenschau in Ellwangen nicht funktionieren. Mehr als 1000 Ehrenamtliche haben sich freiwillig gemeldet, um das 164 Tage lange Event zu unterstützen. Sie werden beim Einlass, bei der Gästebegrüßung und für Geländeführungen eingesetzt.
Vereine, Institutionen und natürlich die Kirchen bringen sich aktiv ins Veranstaltungsgeschehen mit ein und bereichern die Gartenschau mit zahlreichen Beiträgen. Und auch die Kunst wird überall auf dem Gelände ihre Plätze finden.
Neben der eigentlichen Landesgartenschau hat das Areal noch ein paar Besonderheiten zu bieten, denn ins Gelände integriert ist neben dem Ellwanger Wellenbad auch ein kernsanierter Campingplatz. Am Rande des Stadtparks sind zudem ein neues Hotel (Holiday Inn Express & Suites) und das Tagungszentrum Jaxtforum entstanden.


