
Egal ob Fasnet, Fasnacht oder Fastnacht. Zur Tradition gehört in der närrischen Zeit vor allem eines: süßes Gebäck. Klar, dass zur fünften Jahreszeit auch unsere „schwäbische Allrounderin“ Bärbel Adelhelm zur Fasnetsbäckerin wird. Mit einer besonderen Spezialität.
Scherben gehören zur Fasnetszeit im Schwabenland ganz selbstverständlich dazu. Dieses feine Gebäck stammt aus der bäuerlichen Küche und wurde über Generationen hinweg zur närrischen Zeit gebacken. Dünn ausgezogen, hell ausgebacken und nur leicht gesüßt, sind Scherben zurückhaltend im Geschmack und gerade deshalb so beliebt. Ein stilles, fast vergessenes Fasnetsgebäck, das zeigt, wie viel Können in einfachen Teigen steckt.
2 Eier (Größe M)
65 g Butter, zerlassen
1 g Salz
30 g saurer Rahm oder Crème fraîche
250–280 g Weizenmehl Type 405 oder Gelbweizen
neutrales Pflanzenfett zum Ausbacken
Puderzucker + Vanillezucker zum Bestäuben
Butter zerlassen. Die Eier in einer Schüssel hell und cremig aufschlagen. Das Salz unterrühren, anschließend den sauren Rahm einarbeiten. Nun die flüssige Butter untermischen.
Das Mehl nach und nach einarbeiten und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig soll weich sein, sich gut ausrollen lassen und nicht kleben, ähnlich wie Nudelteig. Den Teig zugedeckt etwa 60 Minuten ruhen lassen.
Anschließend den Teig in Stücke von jeweils 15–20 g teilen. Jedes Teigstück sehr dünn ausrollen, fast durchsichtig, rund oder leicht oval. Alternativ kann der Teig mit der Nudelmaschine bis Lasagnestufe 5 ausgerollt werden.
Das Fett auf etwa 160 °C erhitzen. Die dünn ausgerollten Teigstücke portionsweise einlegen und kurz ausbacken. Sie müssen sich leicht wölben, deshalb auch nicht zu früh wenden, dürfen aber keine Farbe annehmen.
Die Scherben mit einer Schaumkelle herausnehmen, auf Küchenpapier – oder einem Gitter, welches unterlegt ist, abtropfen lassen und noch warm in der Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker wenden.
Typisch für Scherben ist das helle Ausbacken bei moderater Temperatur. Zu heißes Fett färbt das Gebäck und verändert die feine, mürbe Struktur.


