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Schwäbische Scherben - Fasnetsgebäck aus der Bauernküche

"Scherben bringen Glück". In dem Fall trifft das wohl zu. Zumindest Endorphine weckt das süße Traditionsgebäck aus der schwäbischen Küche.
Schwäbische Scherben - ein traditionelles, knuspriges Fettgebäck der der schwäbisch-alemannischen Fasnacht.
Die schwäbischen Scherben sind ein traditionelles, knuspriges Fettgebäck der schwäbisch-alemannischen Fasnacht.Foto: Bärbel Adelhelm

Egal ob Fasnet, Fasnacht oder Fastnacht. Zur Tradition gehört in der närrischen Zeit vor allem eines: süßes Gebäck. Klar, dass zur fünften Jahreszeit auch unsere „schwäbische Allrounderin“ Bärbel Adelhelm zur Fasnetsbäckerin wird. Mit einer besonderen Spezialität.

Schwäbischer Klassiker

Scherben gehören zur Fasnetszeit im Schwabenland ganz selbstverständlich dazu. Dieses feine Gebäck stammt aus der bäuerlichen Küche und wurde über Generationen hinweg zur närrischen Zeit gebacken. Dünn ausgezogen, hell ausgebacken und nur leicht gesüßt, sind Scherben zurückhaltend im Geschmack und gerade deshalb so beliebt. Ein stilles, fast vergessenes Fasnetsgebäck, das zeigt, wie viel Können in einfachen Teigen steckt.

Zutaten

2 Eier (Größe M)

65 g Butter, zerlassen

1 g Salz

30 g saurer Rahm oder Crème fraîche

250–280 g Weizenmehl Type 405 oder Gelbweizen

neutrales Pflanzenfett zum Ausbacken

Puderzucker + Vanillezucker zum Bestäuben

Zubereitung

Butter zerlassen. Die Eier in einer Schüssel hell und cremig aufschlagen. Das Salz unterrühren, anschließend den sauren Rahm einarbeiten. Nun die flüssige Butter untermischen.

Teigstücke auf Arbeitsplatte mit Teigausroller
Nachdem der Teig geknetet wurde, muss er 60 Minuten ruhen.Foto: Bärbel Adelhelm

Das Mehl nach und nach einarbeiten und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig soll weich sein, sich gut ausrollen lassen und nicht kleben, ähnlich wie Nudelteig. Den Teig zugedeckt etwa 60 Minuten ruhen lassen.

Teigstücke auf Arbeitsplatte am Stück und ausgerollt
Die Teigstücke werden dünn ausgerollt.Foto: Bärbel Adelhelm

Dünne Scheiben

Anschließend den Teig in Stücke von jeweils 15–20 g teilen. Jedes Teigstück sehr dünn ausrollen, fast durchsichtig, rund oder leicht oval. Alternativ kann der Teig mit der Nudelmaschine bis Lasagnestufe 5 ausgerollt werden.

Teigstücke in einer Pfanne
Die Teigstücke dürfen nur kurz ausgebacken werden.Foto: Bärbel Adelhelm

Das Fett auf etwa 160 °C erhitzen. Die dünn ausgerollten Teigstücke portionsweise einlegen und kurz ausbacken. Sie müssen sich leicht wölben, deshalb auch nicht zu früh wenden, dürfen aber keine Farbe annehmen.

Die Scherben mit einer Schaumkelle herausnehmen, auf Küchenpapier – oder einem Gitter, welches unterlegt ist, abtropfen lassen und noch warm in der Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker wenden.

Hinweis

Typisch für Scherben ist das helle Ausbacken bei moderater Temperatur. Zu heißes Fett färbt das Gebäck und verändert die feine, mürbe Struktur.

Kurios-Kulinarisches zur Fasnacht in Baden-Württemberg

von Bärbel Adelhelm / Redaktion
16.01.2026
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