Besonders im Winter entfliehen viele Urlauber dem kalten Wetter und Reisen nach Asien. Nicht wenige nutzen dort typische Fortbewegungsmittel wie Mofa und Roller. Mehr als ein Viertel der rund 550 Urlauber, die der ADAC Ambulanzservice im Jahr 2018 in Südostasien betreut hat, wurden bei einem Unfall mit einem Zweirad verletzt. Seltener unter Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer, oft aber, weil sie von den schlechten Straßenverhältnissen überrascht wurden: Rollsplitt, Kiesel, Schotter, sandiger Boden, schmierig durch Meersalz, schlechte Beleuchtung, Schlaglöcher.
Problematisch ist aber nicht nur der Zustand der Straßen, sondern auch das für deutsche Verhältnisse zumindest gewöhnungsbedürftige Verkehrsgeschehen: überfüllte Straßen, keine erkennbare Ordnung, ständiges Hupen. Nicht ganz einfach ist auch die Umstellung auf den Linksverkehr in manchen asiatischen Ländern.
Oft sind Zweiräder an jeder Straßenecke und relativ billig zu mieten. Nach dem passenden Führerschein wird selten gefragt, der Versicherungsschutz bleibt im Dunklen. Auf den technisch einwandfreien Zustand der Maschinen kann man sich nicht immer verlassen. Auch ein passender Helm gehört bei Weitem nicht zum Standardangebot. Damit im Fall des Falles wenigstens die finanziellen Belastungen abgefedert werden können, sollte niemand ohne Auslandskrankenschutz verreisen.