
Im November spricht der Künstler Dieter Wiegand selbst über sein Bild zum Thema Carl Theodor.
Schwetzinger Woche: Herr Wiegand, wie sind Sie zum Malen gekommen?
Dieter Wiegand: Ich bin Kunstlehrer und hatte meinen Beruf aufgegeben. Dann habe ich 2022 wieder angefangen zu malen: Das, was da entstand, fand ich schön, für mich selbst. Dann habe ich gedacht, jetzt müsste eigentlich der nächste Schritt sein, dass auch die Leute mal was von mir sehen. Und dann habe ich von dieser Ausschreibung „Herren heute“ in Schwetzingen erfahren. Das hat mich motiviert.
Wie haben Sie Ihr Bild begonnen?
Wiegand: Mich mit einem Thema zu beschäftigen als Anlass für Malerei war zu dem Zeitpunkt nicht das, wie ich an Malerei herangehe. Für war es mich schwierig, weil ich nicht wusste, was gewollt ist. Eine Formulierung war: Wie würde Carl Theodor heute aussehen. Wenn man das konsequent denkt, heißt es, man würde ein zeitgenössisches Porträt malen. Das wollte ich nicht und ich hätte es auch nicht gekonnt. Ich denke, die Ausschreibung war so offen, dass man viel machen konnte.
Wie war der Schaffensprozess?
Wiegand: Mein Anspruch ist eigentlich, dass man nicht sieht, wie viel Arbeit drinsteckt. In diesem Bild gibt es Farbschlieren, das sieht dann so aus, als ob alles sehr spontan wäre. Doch dieses Bild hat mich viel Arbeit gekostet. Ich habe ein schon vorhandenes Landschaftsbild von mir übermalt. Und dann habe ich im Internet recherchiert, Carl Theodor, „Herren heute“ und so weiter. Ich war beim Malen dann an einem Punkt, wo man sich sagt: Da fehlt noch was.
Wie würden Sie dem Betrachter das Bild erklären?
Wiegand: Also wenn ich hier dem Betrachter das Bild erklären sollte, dann würde ich zunächst mal versuchen ihm klarzumachen, dass es eine bemalte beziehungsweise besprühte Leinwand ist. Die goldene Silhouette ist Carl Theodor, man begegnet ihn auf dem Bild vor dem Hintergrund des Schlosses.
Die Fragen stellte Dominik Ralser.


