
Statuen römischer Kaiser und Kaiserinnen waren in den Städten des Imperiums allgegenwärtig. Mit dem Entstehen des Prinzipats unter Kaiser Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.) entwickelte sich eine serielle Vervielfältigung von Bildnissen männlicher, aber auch weiblicher Mitglieder des Kaiserhauses. Die Statuen römischer Kaiserinnen und Prinzessinnen etablierten fortan ein konventionelles Schönheitsideal, das die Repräsentation römischer Weiblichkeit nachhaltig prägte – vergleichbar mit der Wirkung moderner Barbiepuppen.
Die Ausstellung Industry of Beauty beleuchtet am Beispiel der Frauen des julisch-claudischen Kaiserhauses die Techniken serieller Statuenproduktion in Marmor, Gips und mittels 3D-Druck in Kunststoff von der Antike bis in die Gegenwart.
donnerstags bis 19 Uhr