Am Freitag, 17. Juli 2026, findet in Tübingen die Romanpremiere von Jürgen Wertheimers „Die Scharfseherin“ statt. Los geht es mit einem kleinen Aperitif zur Begrüßung ab 19:30 Uhr im Rittersaal im Schloss Hohentübingen, die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr. Anschließend ein Glas Wein oder anderes.
Jürgen Wertheimer stellt seinen Roman über Cassandra, Kriege und Liebe vor: Cassandra beobachtet schon als Kind gerne. Bald wird ihr klar, dass Wahrnehmung allein nicht genügt, wenn niemand bereit ist zuzuhören – sie mischt sich ein! Als sie eines Tages Odys am Strand trifft, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. In einer Welt, in der Männer Geschichte schreiben, wird Cassandra zur Mitautorin.
Dieser Roman ist eine mitreißende Neuerzählung des klassischen Stoffs von Ilias und Odyssee – fern von Pathos und Göttern und nah an den Menschen, Motiven und blinden Flecken. „Leicht, elegant und vielschichtig macht diese Neuerzählung den antiken Stoff überraschend gegenwärtig.“, schreibt Cornelia Lorenz über das Buch. Dr. Stephan W. E. Blum von der Universität Tübingen ist als Archäologe des „Troia-Projekts“ seit vielen Jahren vor Ort an den Grabungen beteiligt und meint: „Genau so kann und sollte man sich Mythen heute nähern. Die Idee, sie in den Alltag zu „übersetzen“ und dabei ironisch und spielerisch zu brechen, macht sie nicht kleiner, sondern im besten Sinne wieder lebendig und anschlussfähig.“ Übrigens: Mitte Juli kommt „Die Odyssee“ als gigantomanischer Hollywood-Blockbuster von Christopher Nolan auch in die Kinos – da ist der Roman vielleicht ein (kleiner) Kontrapunkt …
Jürgen Wertheimer ist emeritierter Professor für Internationale Literatur und Autor in Tübingen. Leitet das von ihm initiierte Forschungsprojekt „Cassandra: Krisenfrüherkennung durch Literaturauswertung“. Viele Buchveröffentlichungen, zuletzt das Sachbuch „Sorry Cassandra! Warum wir unbelehrbar sind“ (4. erweiterte Auflage 2025)
Begrüßung ab 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: im Rittersaal