
Gedichte von Friedrich Hölderlin, vorgetragen von Bernhard Hurm
An Hölderlins 256. Geburtstag, zum Frühlingsanfang, rezitiert Bernhard Hurm, Schauspieler vom Theater Lindenhof Gedichte aus allen Phasen von Hölderlins poetischem Schaffen.
Von dem Jugendgedicht „An Neuffer. Im Merz. 1794.“ („Noch kehrt in mich der süße Frühling wieder, / noch altert nicht mein kindischfröhlich Herz …“) – da ist er grad mal 24 – bis zu dem späten Gedicht „Das fröhliche Leben“ aus der Zeit im Tübinger Turm. („Wenn ich auf die Wiese komme, / Wenn ich auf dem Felde jetzt, / Bin ich noch der Zahme, Fromme / Wie von Dornen unverletzt …“) Dazwischen das ganze Dichterleben: „Da ich ein Knabe war“, „ Gebet für die Unheilbaren“, „Abendphantasie“, „Rückkehr in die Heimat“, „Mein Eigentum“, „Heimkunft“, „Lebenslauf“, „Der Gang aufs Land“, „Brod und Wein“, „Hälfte des Lebens“, „Andenken“, (und ein paar mehr).
Alles auswendig und mit ganz leichtem schwäbischem Klang vorgetragen. Der Lindenhof-Weggefährte Peter Härtling sagte in einem Interview anlässlich seines 80. Geburtstages der Stuttgarter Zeitung: „Wenn ich heute den Bernhard Hurm die Hölderlin‘schen Oden sprechen höre, dann weiß ich, woher sie kommen.“