
Eine goldene Uhr. Ein Boxer. Zwei Auftragskiller. Vier Tage Gewalt und Erlösung. Quentin Tarantinos Film „Pulp Fiction“ steht auf der Liste der „All-Time 100 Movies“ des Time-Magazins. Jan Mixsa brennt dieses filmische Feuerwerk nun auf der Theaterbühne ab.
Mit und ohne Puppen, genialem Wahnsinn, lakonischem Humor und … äh … neuralgischer Diffusität. Oder so. It’s a Chopper, Baby!
Eine Produktion des Marotte Theaters, Karlsruhe
Spiel: Jan Mixsa
Regie: Carsten Dittrich
Dauer: ca. 90 Minuten
Royal mit Käse
Jan Mixsa ist „Monster Joe“. Und damit der heimliche „Godfather of Unterwelt“ von L.A. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Kommt es zu Problemen, werden diese auf seinem Schrottplatz einfach zu kleinen Würfeln verarbeitet. Allerdings läuft längst nicht alles rund: Sein Vertrauensmann, hat sich von ein paar Dealern bestehlen lassen. Um das Diebesgut zurückzuholen, werden zwei Auftragskiller losgeschickt. Doch der an sich einfache Auftrag eskaliert. Und dann ist da noch der abgehalfterte Boxer, der sich nicht an Absprachen hält und dadurch immenses Chaos verursacht! Joes Welt gerät ins Wanken.
In schönster Tradition eines Groschenromans, brennt Mixsa mit verschiedensten Figurenarten und einer gehörigen Prise schwarzen Humors, Tarantinos legendäre Gangsterballade „Pulp Fiction“ auf der Theaterbühne ab. Ein Muss für Fans des Kultklassikers und alle anderen.
PS: Wer schon immer wissen wollte, was es mit dem Inhalt des Koffers auf sich hat: dieses Geheimnis wird – ebenso wie im Film - auch hier nicht gelüftet! Oder doch?