Welche Vorstellungen prägen bis heute den gesellschaftlichen Blick auf HIV und welche davon sind längst überholt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „Sprechen über HIV“ im Stadtmuseum Tübingen. Sie eröffnet neue Perspektiven auf das Virus, die Stigmatisierung und den gesellschaftlichen Wandel. Zu sehen ist sie vom 12. Juni bis zum 8. November 2026 im Stadtmuseum Tübingen.
Die offizielle Eröffnung findet im Rahmen der „Tübinger Stadtgespräche“ bereits am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 18 Uhr im Stadtmuseum statt. Unter dem Titel „Update HIV – Bring dein Wissen auf den neuesten Stand“ sprechen Brigitte Ströbele, Roland Fritsch von der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen, Daniel Sauter sowie Dr. Kristina Hopfensperger vom Universitätsklinikum Tübingen über aktuelle Perspektiven auf HIV und laden anschließend zum gemeinsamen Gespräch ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Obwohl HIV heute medizinisch gut behandelbar ist und bei wirksamer Therapie auch beim Geschlechtsverkehr nicht übertragbar ist, erleben viele Menschen mit HIV weiterhin Ausgrenzung und Stigmatisierung. Die Ausstellung greift diese Widersprüche auf und fragt danach, warum sich gesellschaftliche Bilder von HIV oft langsamer verändern als die medizinische Realität. In der Ausstellung begegnen Besucher_innen historischen und aktuellen Perspektiven auf HIV und Aids unter anderem durch Hörstationen, Interviews und interaktive Elemente. Sie verbindet wissenschaftliche Informationen mit persönlichen Erfahrungen und lädt dazu ein, eigene Vorstellungen zu reflektieren und neue Perspektiven auf HIV zu entwickeln.
Die Ausstellung wurde von Dr. Kristina Hopfensperger gemeinsam mit Masterstudierenden des Instituts für Medienwissenschaften der Universität Tübingen in Kooperation mit der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen e.V. und dem Stadtmuseum Tübingen konzipiert.


