Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten Tausende jüdische Überlebende des Holocaust in Displaced-Persons-(DP)-Camps – temporären Lagern, die oft in Süddeutschland eingerichtet wurden. In diesen Camps gründeten Überlebende Zeitungen, Almanache, Gedichtsammlungen und Posterreihen, die sowohl Nachrichten aus der jüdischen Welt als auch Berichte über das Leben im Lager, religiöse Texte, kulturelle Veranstaltungen und politische Debatten behandelten.
Der Vortrag beleuchtet, wie diese literarischen und journalistischen Aktivitäten den Überlebenden halfen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten, ihre Gemeinschaft zu organisieren und die kulturelle Identität zu bewahren - und wie sie bis heute Zeugnis ablegen von Hoffnung, Erinnerung und Widerstandskraft.
Veranstaltungsort: Im Saal der Volkshochschule.