
Organisation: Dr. Christopher Gohl & Annette Guthy (Weltethos-Institut)
Medien waren noch nie neutral: Sie sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Mitgestalter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie sind zugleich Gegenstand, Spiegel und Akteur kultureller und politischer Verhältnisse. Derzeit verändert sich unsere Medienlandschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung rasant. Digitale Plattformen steuern Informationsflüsse, prägen soziale Beziehungen, verändern Geschäftsmodelle und beeinflussen die Dynamik öffentlicher Debatten.
Algorithmen, Plattformmonopole und KI-generierte Inhalte bestimmen zunehmend, welche Themen sichtbar werden, welche Stimmen Gehör bekommen oder welche Perspektiven am Rande der Wahrnehmung bleiben. Neue digitale Gewohnheiten und Abhängigkeiten setzen dabei nicht nur Medienschaffende und ihr journalistisches Ethos unter Druck, sondern wirken auf uns alle. Umso wichtiger ist es, die Rolle der Medien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu verstehen.
Wir laden dazu ein, gemeinsam zu reflektieren:
21.04.2026
Öffentlichkeit im Umbruch: Wie Medien Markt und Miteinander verändern
Dr. Christopher Gohl, Geschäftsführer des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen
28.04.2026
Wem gehören die Medien? Medienbesitzverhältnisse und Medieneigentumim Technofeudalismus
Prof. Dr. Martina Thiele, Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
05.05.2026
Zwischen Schutz und Teilhabe: Kinder in digitalen Öffentlichkeiten
Prof. Dr. Jessica Heesen, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen
12.05.2026
Umkämpfte Öffentlichkeiten, Gefährdete Demokratie?
Prof. Dr. Tanja Thomas, Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
19.05.2026
(Un-)Menschlichkeit im digitalen Zeitalter – Zu einer Ethik der Künstlichen Intelligenz
Prof. Dr. Petra Grimm, Hochschule der Medien in Stuttgart
02.06.2026
Die Macht der Mimesis – Medien zwischen Dialog und Hetze
Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Baden- Württemberg
09.06.2026
Was gesagt werden darf: Normative Grenzen in massenmedialen Diskursen deutscher Talkshows
Hannah Hecker, Institut für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen
16.06.2026
Voice-basierte KI und mentale Gesundheit
Maximilian Zhang, Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
23.06.2026
Ist Entnetzung noch möglich?
Prof. Dr. Guido Zurstiege, Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen
30.06.2026
Game Over, Democracy? Willkommen in der Digitalokratie
Prof. Dr. Martin Andree, Institut für Medienkultur und Theater an der Universität Köln
07.07.2026
Warum Geschichten überzeugen – Narrative Kognition und öffentliche Wirklichkeit
Prof. Dr. Markus Huff, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Professor für Angewandte Kognitive Psychologie an der Universität Tübingen
14.07.2026
Journalistisches Ethos im Überlebenskampf der lokalen Zeitungen
Dr. Gernot Stegert, Mitglied der Chefredaktion SDZ Mediengruppe Aalen
21.07.2026
Öffentlich-rechtlicher Journalismus zwischen Freiheit und demokratischem Auftrag
Stefanie Schneider, Landessenderdirektorin SWR
Veranstaltungsort: Hörsaal 25


