Das Kooperationskonzert ist Teil des Festivals weit! neue musik weingarten 2026.
Die 1957 in Haifa geborene Chaya Czernowin kam bereits während ihres Studiums an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv intensiv mit der europäischen Musiktradition in Berührung. Später setzte sie ihre Ausbildung unter anderem bei dem deutschen Komponisten Dieter Schnebel fort. Charakteristisch für Czernowins Schaffen, das im Zentrum von weit! neue musik weingarten 2026 steht, ist die Arbeit am Einzelklang, eine Körperlichkeit des Klangs, eine Fülle suggestiver Gesten und die häufige Verwendung von Metaphern.
Der Titel „Moths of Hunger and Awe“ erinnert an den Roman „The Gypsy Moth Summer“ von Julia Fierro aus dem Jahr 2017. Es geht um soziale Klassenunterschiede, Vorurteile, Rassismus, Familiensinn und Generationenkonflikte, alles Themen, die auch Czernowin häufig in ihren Werken reflektiert. „Birds“ stammt aus dem Jahr 1984 und ist damit ein Frühwerk der Komponistin. Ergänzt und kontrastiert werden diese Werke durch Ludwig van Beethovens Violinromanze Nr. 2 F-Dur und Joseph Haydns Sinfonie Nr. 102 B-Dur.
Beethovens Romanze gehört zu den populärsten Werken für
Violine und Orchester. Sie verlangt vom Solisten sowohl virtuose
Technik als auch gestalterisches Feingefühl. Genau das richtige
Werk also für den international renommierten Geiger Ilya Gringolts
um seine außergewöhnliche künstlerische Klasse zu zeigen.
Joseph Haydns dreisätzige Sinfonie Nr. 102 B-Dur, zeigt ein
ständiges Ringen zwischen reinem Barockstil und vorklassischen
Elementen der Wiener, Mannheimer und Italienischen Schule –
ein frühes Beispiel für den eigenständigen, nach vorn drängenden
Gestaltungswillen Haydns.
18 Uhr Komponistengespräch: Chaya Czernowin mit Rolf W. Stoll
18 Uhr Komponistengespräch: Chaya Czernowin mit Rolf W. Stoll
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