Wenn die argentinisch-schweizerische Cellistin Sol Gabetta auf das traditionsreiche Kammerorchester Basel trifft und Giovanni Antonini am Pult steht, verspricht das Programm einen Abend voller Energie, Eleganz und Entdeckungsfreude.
Im Zentrum steht ein Werk, das lange im Schatten der großen Klassiker stand: das virtuose Cellokonzert von Anton Kraft, das die Möglichkeiten seines Instruments mit brillanter Fantasie auslotet. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts genoss Kraft den Ruf, zu den besten Cellisten Wiens und auch darüber hinaus zu gehören. Er war Mitglied der berühmten Esterházy-Kapelle und erhielt Kompositionsunterricht bei Joseph Haydn. Für Sol Gabetta, deren Spiel für Wärme, technische Brillanz und expressive Intensität steht, ist dieses Werk wie geschaffen. Hier kann ihr Instrument singen, glänzen und erzählen.
Den Rahmen bilden drei Sinfonien von Joseph Haydn. Die frühe, elegante Nr. 14 mit ihrer klassischen Form, die Nr. 88, eine der beliebtesten Haydn-Sinfonien, bekannt vor allem für ihren langsamen Satz sowie die schwungvolle und rhythmisch prägnante Nr. 89.
Unter der Leitung von Giovanni Antonini, der für seine historisch informierten, temperamentvollen Interpretationen bekannt ist, entfalten diese Werke ihre ganze Frische. Gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel entsteht so ein Programm, das den Geist der Wiener Klassik lebendig werden lässt – voller Witz, Virtuosität und jener ansteckenden Spielfreude, die diese Musik seit Jahrhunderten unvergänglich macht.
19 Uhr Einführung mit Christoph Theinert
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