Lesung und Gespräch in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
zwinger x
Zwinger 1
Über den Völkermord an den Sinti und Roma hat Johanna Lenz in der Schule nie etwas erfahren. Als sich ihre Geschichts-AG am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema »Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte« beteiligte, beginnt sie, sich mit der Minderheit zu beschäftigen. Und das mit großem Erfolg: Ihr Theaterstück mit dem Titel »Bisterdo destin – Das vergessene Schicksal der Sinti und Roma« gehörte zu den Landessiegern in Baden-Württemberg und errang auf Bundesebene einen hervorragenden dritten Preis.
Das Theaterstück erzählt die Geschichte der Schülerin Maripen, die für ein Projekt das Thema »Grenzen zwischen Menschen« bearbeiten soll. Auf der Suche nach einem persönlichen Zugang wendet sie sich an ihre Großmutter Ursita, eine Sintezza, die zunächst zögert, schließlich jedoch beginnt, ihre jahrzehntelang verdrängte Familiengeschichte zu erzählen.
Ausschnitte aus dem Stück lesend und historisch einordnend möchten wir uns an diesem Abend der Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland nähern und gemeinsam mit Vertreter*innen des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg darüber ins Gespräch kommen.