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Auf unnötige Beleuchtung verzichten

Earth Night 2024: Licht aus für die Umwelt

Die Earth Night wendet sich gegen die zunehmende Lichtverschmutzung. Der NABU BW ruft dazu auf, in dieser Nacht auf unnötiges Licht zu verzichten.
Die Earth Night soll auf die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf die Umwelt aufmerksam machen. Am 6. September 2024 sind wieder alle dazu aufgerufen, das Licht auszuknipsen.
Die Earth Night soll auf die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf die Umwelt aufmerksam machen. Am 6. September 2024 sind wieder alle dazu aufgerufen, das Licht auszuknipsen.Foto: NABU BW/Bernd Schaller

Licht ausschalten für mehr Dunkelheit: Mit der Earth Night laden die „Paten der Nacht“, ein Zusammenschluss ehrenamtlich Aktiver, am 6. September 2024 wieder dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Die Aktion macht auf die dramatischen Auswirkungen von künstlicher Beleuchtung auf unsere Umwelt aufmerksam und wendet sich gegen die zunehmende Lichtverschmutzung. Der NABU Baden-Württemberg ruft alle Menschen im Land und die eigenen 130.000 Mitglieder auf, bei der Earth Night 2024 mitzumachen und das Licht auszuknipsen.

Für eine dunklere, natürliche Nacht

„Die Earth Night ist mehr als nur eine symbolische Aktion – sie ist ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln für eine dunklere, natürliche Nacht und den Schutz der Artenvielfalt. Auf künstliches Licht zu verzichten, schafft Gelegenheit, die Nacht und ihre Tiere intensiver zu erleben – das Rascheln des Igels im Gras, die Eulenrufe im Dunkeln und das Zirpen der Heuschrecken. Zugleich leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer natürlichen Lebensumgebung etwa für Insekten, Fledermäuse, Vögel und Pflanzen. Und: Eine dunkle Nacht ist auch für die Gesundheit von uns Menschen wichtig“, sagt NABU-Artenschutzreferentin Alexandra Ickes.

Wasserfledermaus bei der Jagd.
Wasserfledermaus bei der Jagd.Foto: NABU BW/Dietmar Nill

Unternehmen und Kommunen: auf unnötige Beleuchtung verzichten

Der NABU regt auch Unternehmen und Kommunen an, auf unnötige nächtliche Beleuchtung zu verzichten. Das hilft nicht nur der Natur, sondern spart auch Energie und damit Kosten. Das Landesnaturschutzgesetz regelt im § 21 die Beleuchtung im Siedlungsraum und im Außenbereich. Beispielsweise ist das Beleuchten von Fassaden im Sommer ganztägig und im Winter in den Nachtstunden einzuschränken. Zudem sind Kommunen aufgefordert, auf eine insektenfreundliche Beleuchtung umzustellen.

Die Auswirkungen der Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung hat vielfältige negative Effekte auf die Umwelt. Nachtaktive Insekten, die von künstlichem Licht angezogen werden, sterben oft erschöpft an den Lichtquellen. Das wiederum wirkt sich auf das gesamte Ökosystem aus, da Insekten eine entscheidende Rolle als Bestäuber spielen und unverzichtbare Nahrung für Vögel und Fledermäuse sind. Zugvögel verlieren durch das Kunstlicht die Orientierung und können durch Kollision mit beleuchteten Gebäuden zu Tode kommen oder verletzt werden. Auch Pflanzen können durch nächtliche Beleuchtung in ihrem natürlichen Wachstumszyklus gestört werden.

Mitmachen bei der Earth Night 2024

Alle können bei der Earth Night mitmachen – jede und jeder einzelne genau wie Kommunen und Unternehmen. Es muss nur buchstäblich der Schalter umgelegt werden. Straßenlaternen, Werbetafeln oder die Beleuchtung im eigenen Garten – jedes Licht, das in dieser Nacht ausgeschaltet wird, hilft, die Dunkelheit zurückzubringen und die Umwelt und uns selbst zu schützen. Eine dunkle Nacht steigert zudem die Lebensqualität und hilft, besser zu schlafen.

Am Nachthimmel sind viele Sterne sichtbar.
Am Nachthimmel sind viele Sterne sichtbar.Foto: NABU BW/Lars-Peter Knopp
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exklusiv online
von NABU BW/red
05.09.2024
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Stuttgart
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