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Mord oder fahrlässige Tötung?

Gericht fällt Urteil zu tödlichem Autorennen in Ludwigsburg

Nach einem tödlichen Autorennen in Ludwigsburg verkündet das Landgericht Stuttgart heute das Urteil. Im Zentrum steht die Frage: War es Mord oder fahrlässige Tötung?
Raserprozess
Stuttgart: Gericht fällt Urteil zu tödlichem Autorennen in Ludwigsburg. Die Brüder und ihr Cousin sollen in einer Tempo-50-Zone mit PS-starken Limousinen Vollgas gegeben haben.(Archiv)Foto: Andreas Rometsch/KS-Images.de/dpa

Im Prozess um ein tödliches Autorennen mitten in Ludwigsburg verkündet das Landgericht Stuttgart am Dienstag (14.00 Uhr) das Urteil. Angeklagt sind zwei Brüder im Alter von 33 und 35 Jahren sowie ihr 26-jähriger Cousin. Sie sollen sich im März 2025 zu einem illegalen Rennen verabredet haben. Dabei raste einer der Brüder mit mehr als 130 Kilometern pro Stunde in das Auto zweier junger Frauen, die mit ihrem Wagen eine Tankstelle verließen und bei dem Unfall ums Leben kamen.

Im Zentrum steht die Frage, ob es sich um Mord oder fahrlässige Tötung handelt. Die Anklage fordert für den mutmaßlichen Unfallverursacher lebenslange Haft wegen Mordes. Für seinen Bruder verlangt sie 13 Jahre Haft, für den Cousin zwei Jahre und neun Monate. Die Verteidigung widerspricht den Mordvorwürfen und plädiert teils auf mildere Strafen. Entscheidend ist, ob das Gericht einen sogenannten bedingten Tötungsvorsatz erkennt – also ob der Fahrer den Tod anderer billigend in Kauf genommen hat.

Prozess nach tödlichem Autorennen
Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für den jüngeren Bruder - wegen Mordes und illegalen Autorennens mit Todesfolge.(Archiv).Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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