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Beschluss des Verteidigungsministeriums

Tompkins Barracks in Schwetzingen: Fragen und Antworten

Mit dem ehemaligen US-Militär-Areal Tompkins Kaserne hatte die Stadt Schwetzingen großes vor. Nun müssen die Pläne militärischer Nutzung weichen.
Das ehemalige US-Militär-Areal soll nun vom Bund wieder militärisch genutzt werden.Foto: jr

Mit dem ehemaligen US-Militär-Areal Tompkins Kaserne hatte die Stadt Großes vor: Neben der mittelfristigen Nutzung als Flüchtlingsunterkunft sollte dort ein Solar-Energiepark sowie ein Gewerbezentrum entstehen.

Der langfristigen wirtschaftlichen Nutzung und somit den Plänen von Stadt, Land und auch Bund wurde nun ein Ende gesetzt. Es handelte sich bei der Planung um Projekte aller drei Instanzen. Das Gelände steht im Besitz des Bundes und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Stuttgart verwaltet.

Denn das Verteidigungsministerium stoppt die Umwandlung militärisch genutzter Liegenschaften für zivile Zwecke. Grund ist der erhöhte Bedarf an Standorten durch die geplante Vergrößerung der Streitkräfte, teilte das Ministerium aktuell der Öffentlichkeit mit. Auf direkte Anfrage bei den Bundesimmobilien (BImA) erhielt die Stadt die Antwort, dass auch die laufenden Verhandlungen mit Schwetzingen zunächst gestoppt seien.

187 Standorte betroffen

Schon vor der offiziellen Mitteilung durch das Verteidigungsministerium stand die Stadt in engem Kontakt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben: Die Stadtverwaltung Schwetzingen hat bereits über das Amt für Stadtentwicklung vor der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verteidigung zur Überprüfung von 187 Standorten, mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Stuttgart Kontakt aufgenommen, nachdem in der abzeichnenden Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht die mögliche Zukunft bisheriger militärischer Liegenschaften bereits politisch diskutiert und infrage gestellt wurden. In der Antwort wurde klar, dass auch Schwetzingen betroffen ist.

Konkret?

Was bedeutet das konkret? Die Stadt teilt auf Anfrage mit, dass sie zwar mit dem zuständigen Verteidigungsstaatssekretär Nils Hilmer in Kontakt stehe, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage darüber getroffen werden könne. Das Ministerium teilt lediglich mit, dass in der kommenden Zeit in Bund, Land und Kommune für einen guten Weg zusammen arbeiten sollen. „Wir respektieren die Entscheidung des Bundes im Hinblick auf die aktuelle Lage in Europa, sind ein Stück weit aber auch enttäuscht, weil wir in den letzten Jahren viel Energie in den Prozess gesteckt hatten und kurz vor dem Durchbruch für die Entwicklung von attraktiven Wirtschaftsflächen gewesen sind“, sagt Oberbürgermeister Matthias Steffan zu der aktuellen Entscheidung.

Warten auf Antwort

Die bisherigen Planungen fußen auf einer Absichtserklärung von Kommune Schwetzingen, dem Land Baden-Württemberg und dem Bund. Von 127.000 Euro derzeitigen Projektkosten fallen 42.000 Euro auf die Stadt. Die LBBW Kommunalentwicklung ist mit 55.000 Euro zur Planung des Geländes beauftragt, laut Informationen der Stadt ist der Auftrag noch nicht final angerechnet.

Die Realisierung der PV-Flächen ist ein Projekt der Bundesimmobilien selbst. Die Stadt ist mit für Planung und Umsetzung verantwortlich und würde von der Energieerzeugung profitieren. Auch auf die Frage, wie es mit dem Solar-Projekt weitergeht, könne vonseiten der Stadt noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden - es bleibe die Antwort des Verteidigungsministeriums und der Behörde der Bundesimmobilien in Stuttgart abzuwarten.

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von Redaktion NUSSBAUMDominik Ralser
03.11.2025
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