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Forsa-Umfrage für NABU und BUND

Wähler in BW fordern mehr Investition in Naturschutz

Die Menschen in Baden-Württemberg haben eindeutige Erwartungen an die kommende Landesregierung, wenn es um Natur- und Klimaschutz geht.
Blühender Bärluch in einem lichten Wald
Die Menschen in Baden-Württemberg erwarten laut Studie mindestens gleichbleibenden Einsatz der zukünftigen Landesregierung beim Natur- und Klimaschutz.Foto: Karsten Mosebach/NABU

Aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von NABU und BUND zeigen den klaren Wunsch der Bevölkerung nach konstanten beziehungsweise sogar höheren Investitionen in diesen zentralen Zukunftsfeldern.

Konstante Investitionen in Naturschutz gefordert

Die Mehrheit der Menschen im Land (53 Prozent) plädiert dafür, dass die Höhe der Investitionen im Naturschutz gleichbleibt. Etwa 30 Prozent der Befragten sind sogar der Ansicht, dass die nächste Landesregierung mehr in den Naturschutz investieren sollte als bisher. Sie sprechen sich damit klar für einen weiteren Mittelaufwuchs beim Natur- und Artenschutz aus, so wie es von den Grünen in Baden-Württemberg vor der Wahl versprochen wurde. Weniger Investitionen in diesem Bereich halten nur 15 Prozent der Befragten für richtig.

Naturschutz ist "zentrales Anliegen"

„Die Forsa-Zahlen zeigen deutlich: Naturschutz ist den Menschen im Land trotz wirtschaftlicher Sorgen ein zentrales Anliegen. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit wünscht sich eine solide, konstante Finanzierung des Naturschutzes. Die nächste Landesregierung darf daher nicht auf Kosten der Natur sparen“, betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. „Daraus ergibt sich ein eindeutiger Arbeitsauftrag für die Sondierungsgespräche, den versprochenen Mittelaufwuchs im Naturschutz umzusetzen.“

Mehr als 70 Prozent für höhere oder gleichbleibende Mittel

Beim Wunsch nach Klimaschutz-Investitionen gibt es eine ähnliche Tendenz: Rund 35 Prozent der Befragten sprechen sich für höhere Investitionen in den Klimaschutz aus. 36 Prozent plädieren für eine gleichbleibende Höhe der Investitionen. Ein knappes Drittel (27 Prozent) ist der Meinung, dass weniger in den Klimaschutz investiert werden sollte.

BUND: Keine Rückschritte bei Klimazielen

„Die Bereitschaft der Bevölkerung, mehr in den Klimaschutz zu investieren, ist weiterhin groß. Auch unter den Anhängern von Grünen und CDU spricht sich eine Mehrheit dafür aus, dass die Landesregierung für das Wohl kommender Generationen gleich viel oder mehr investiert“, sagt die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch. „Diese Ergebnisse sollten die Verhandelnden in den Sondierungen berücksichtigen und keine Rückschritte bei den ehrgeizigen Klimazielen des Landes zulassen. Eine klare und entschlossene Klimapolitik, die den Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe festschreibt und den Empfehlungen des Klimasachverständigenrates folgt, ist unverzichtbar, um in unserem Land weiter gut leben zu können.“

Für die Mehrheit (56 Prozent) der Baden-Württemberger haben die Themen Natur- und Umweltschutz laut der Umfrage eine große bis sehr große Rolle für ihre Entscheidung bei der Landtagswahl gespielt. Laut der Befragung lehnt eine große Mehrheit (64 Prozent) eine Einschränkung bei Umwelt- und Naturschutz zugunsten des Wirtschaftswachstums ab.
Zwischen 15. Januar und 5. Februar 2026 hatte Forsa 1.010 Personen ab 18 Jahren in Baden-Württemberg befragt.

Erscheinung
exklusiv online
von pm/red
23.03.2026
Orte
Stuttgart
Kategorien
Panorama
Politik
Tiere, Natur & Umwelt